Walter Ast

bis 21.07.2019   

Walter Ast

AlbMaler Museum Münsingen

Der in Ravensburg 1884 geborene Walter Ast brach sein Jurastudium zugunsten der künstlerischen Tätigkeit ab. Nach dem Studium an der Münchner Kunstakademie bis 1914 und unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg folgte danach eine produktive Schaffenszeit als Porträtist und Landschaftsmaler in Ellwangen. Die Unsicherheit des freischaffenden Künstlers gab er jedoch zugunsten der Tätigkeit als Zeichenlehrer bis 1949 in Reutlingen auf, wo er 1976 auch verstarb.

Nachdem ich nun die Ausstellung besichtigen konnte, möchte ich eine eindeutige Empfehlung abgegeben. Walter Ast, mir bisher unbekannt, ist eine wahre Entdeckung. Schon seit der akademischen Ausbildung ein vorzüglicher Porträtist bestechen jedoch vor allem sein Landschafts- und Stadtbilder mit einer leichten Pinselführung und einer überwiegend leuchtenden Farbgebung, die den Rheinischen Expressionisten sowie den Künstlern des Blauen Reiters durchaus nahesteht, wenn auch stärker dem natürlichen Abbild verhaftet.

Wer das Museum besucht, sollte sich durch eine irreführende Beschilderung nicht verunsichern lassen. Das Museum ist oberhalb der für den Fahrzeugverkehr gesperrten Straße direkt gegenüber dem Cafégebäude mit dem Dachturm. In zwei Kabinetträumen ist derzeit zudem das sehenswerte umweltkritische Werk von Prof.  Gülch sowie im Obergeschoss die Sammlungspräsentation zu sehen. Deren Qualität deckt ein breites Spektrum ab, zeigt aber namhafte Albkünstler und einzelne künstlerische Perlen.