SchweizKunstTour Herbst 2017 # 2

Hallo Mitleserinnen und Mitleser,

die Nacht an der sonst durchaus belebten Durchfahrtsstraße durch die Konstanzer Siedlung Untere Laube am Rand der Altstadt verlief sehr ruhig, was wohl hauptsächlich dem heftigen Regen am späten Abend zu verdanken war, bei dem man nicht mal einen Hund zum Gassigehen auf die Straße jagen würde.

Tag 3 Mittwoch 20.09.2017 – Schweiztour
Konstanz / Dietikon / Baden / Aarau / Walliswil

Die Zeit bis zur Ausstellungsöffnung nutzte ich, um die Brunnenskulptur von Peter Lenk vor dem Parkhaus Untere Laube fotografisch zu erkunden (angeregt durch die große Lenk-Ausstellung derzeit in Überlingen (s. # 9.1). Auch nahm ich mir noch etwas Zeit für einige Innenaufnahmen vom Konstanzer Münster. In beiden Fällen kam wie bei der letzten Tour das HUAWEI-Smartphone zum Einsatz.

Die Ausstellung Künstler in München – Impressionen aus den Jahren 1810 bis 1910 in der Wessenberg-Galerie Konstanz / www.konstanz.de/wessenberg basiert überwiegend auf den eigenen Sammlungsbeständen von Künstlern aus dem Umkreis Konstanz oder jenen, die der Bodenseeregion mal einen Besuch abgestattet haben. Die wenigen Highlights machen es nicht zu einem Ausstellungsereignis.

Auf der Fahrt zum nächsten Etappenziel nutzte ich zum Leeren des WC-Kanisters die kostenlose und saubere Entsorgungsstation der Raststätte Kempthal an der A1 (47°26’57.671″ N 8°42’4.866″ / 47,44941900, 8,701640400 – nach der Tankstelle auf der Rückseite der WC-Anlage, reservierte Womo-Spur neben den LKW-Stellplätzen) – hierzu muss man die Autobahn überqueren, da die Raststätte in Fahrtrichtung von Zürich nach Winterthur liegt.

Mein nächstes Ziel ist mir erst vor wenigen Wochen in meinen Tourplan geflogen, als ich bei Renate + Martin zum Kässpätzleessen war. Renate, selbst profunde Mosaikkünstlerin, legte mir den Skulpturenpark Bruno Weber Park Dietikon / http://www.brunoweberpark.ch ans Herz. Sie hat nicht zu viel versprochen. Allerdings stand vor dem Lohn erst noch ein steiler Fußmarsch vom hinteren kostenpflichtigen Parkplatz der Stadthalle, der hinauf den Kreislauf und die Puste in Schwung brachte und abwärts dann vor allem die Knie belastete. Leider sind einige Areale derzeit wegen Baufälligkeit oder Renovierung abgesperrt. Mit Erlaubnis der Witwe durfte ich aber ansonsten öffentliche Teile des Wohnhauses besichtigen. Ein besonderes Exemplar eines Künstlergartens und Künstlerbauwerke, das einen Besuch wert ist.

Da die Zeit nicht zu weit für meine letzte Etappe fortgeschritten war, erlaubte ich mir noch etwas mehr als 10km weiter einen kleinen Abstecher zur gerade erst eröffneten Ausstellung Die Augen der Bilder. Porträts von Fragonard bis Dumas im Museum Langmatt Baden/CH (MPM) / www.langmatt.ch Das Haus ist immer eine Empfehlung wert, nicht nur wegen den wechselnden Sammlungspräsentationen, sondern – besonders bei sonnigem Wetter – der schönen Parkanlage. Kein Wunder, dass ich meinen Zeitplan um das doppelte überschritt.

Hiermit eröffnete ich gleichzeitig den MPM-Teil der Tour, denn alle weiteren Schweizer Museen gehören dem Museumspass / www.museumspass.com an, den ich vergangenes Jahr zum beruflichen Abschied geschenkt bekam und nun gegen Ende seiner Laufzeit nochmals in vollen Zügen auskoste (Danke nochmals an die Spender). Wobei ich ihn in jedem Fall verlängern werde, weil für einen Ausstellungs-Junkie wie mich macht er sich in Kürze bezahlt.

Den heutigen Ausstellungstag schloss das Aargauer Kunsthaus Aarau (MPM)  / www.aargauerkunsthaus.ch mit den beiden Ausstellungen Back to Paradise – Expressionistische Kunst aus dem Aargauer Kunsthaus und dem Osthaus Museum Hagen sowie Swiss Pop Art ab. Dass mir erstere gefallen würde, war mir von vorne herein klar, da ich für den Expressionismus ein besonderes Faible habe und außerdem die Osthaus-Sammlung keine Unbekannte mehr ist (Auszüge habe ich bei meiner zweiten Womotour im Ernst-Barlach-Museum Hamburg und vor Jahren in Würzburg gesehen). Gespannt war ich, welchen Niederschlag die Pop Art in der Schweiz gefunden hat und konnte manche Entdeckung machen. Obwohl mir die Zeit durch die Verzögerung in Baden etwas knapp geworden war, konnte ich beide Ausstellungen noch ausreichend auf mich wirken lassen und durfte wie in Baden auch Fotos mit dem Smartphone machen (in Konstanz untersagt, in Winterthur in der Sammlung gestattet, nicht jedoch in der Sonderausstellung und in Appenzell hab ich ungefragt fotografiert).

Als Übernachtungsplatz habe ich mir den Stellplatz in Wangen an der Aare, Uferweg, 3-5 Stellplätze auf Parkplatz, kostenfrei für 24h (Rasenpflastersteine, direkt am Fluss und Schwimmbad, kein V/E) ausgesucht. Nur leider wurde daraus nichts, da die einzige Zufahrtstraße wegen neuem Teerbelag gesperrt war. [Nachtrag 13.06.2018: Der Platz wurde „aufgewertet“ und bietet jetzt Stromanschluss (1 CHF/kWh), kostet allerdings pauschal 15 CHF/24h bzw. PKW 5 CHF am Automat zu bezahlen. Bei meiner Ankunft war er allerdings – trotz abgestelltem Gespann – weiträumig mit Absperrband gesperrt, Grund unersichtlich.]

Daraufhin bin ich nach Walliswil (bei Niederbipp/Bannwil) weitergefahren, Matte/Wangenstraße – beim Zusammentreffen der beiden Straßen nach rechts Richtung Aare abbiegen und vor der Brücke links in den Uferweg zum geschotterten Wanderparkplatz abbiegen (47°13’00,00 N 7°42’00,00 E / 47,2311416500, 7,707577400). Wenn keine PKW stehen, dürften mindestens 3 Stellplätze verfügbar sein. Laut Schild ist das Parken für 15h kostenfrei, keine V/E. Bei meiner Ankunft war er durch etliche PKW in Anspruch genommen, aber noch ausreichend Platz für ein Womo und später eines Solothurners. Lauthals wurde ich von 3 grasenden Schwänen begrüßt. [Nachtrag 13.06.2018:  Bei meiner Ankunft war der Platz durch ein Womo und zahlreiche PKW komplett belegt. Liegt wohl daran, dass dieser neben vereinzelten Anglern vor allem als Startplatz für Jogger und Hunde-Gassi-Gehenden sowohl abends wie morgens gern frequentiert wird, aber auch von Liebespaaren. Jenseits der Brücke auf der gegenüberliegenden Seite gibt es zwischen Ufer und direkt an der Straße einen weiteren 15h-Parkplatz plus Slipanlage. Der war fast komplett frei und diente mir bis in den späteren Abend als Warteplatz, bis ich auf den deutlich ruhigeren oben erwähnten Platz wechseln konnte.]

Das Wetter zeigte sich heute weitgehend von seiner besseren Seite, wenn nicht sonnig, dann wenigstens trocken.

Beste Grüße für heute
Atze