OstseeTour Frühjahr 2017 # 5

Hallo Mitleserinnen und Mitleser,

von Sonntagabend bis Mittwochmorgen stand ich auf dem benannten Stellplatz in Zingst. Pro Tag kostet mich das 10 €, die Kurtaxe bleibt mir wegen GdB erspart. Juli bis Oktober verlangen sie 15 €, die Hauptsaison weicht in Zingst wegen den Vogelzügen im Sept/Okt und den zahlreichen Naturfreunden vom üblichen ab. Dusche kostet kalt 0,50 €, für Warmwasser für 3 Minuten noch einen Euro drauf. Ansonsten bietet der Platz noch WC und morgendlichen Brötchenservice, Strom (pauschal und nicht günstig) sowie Wasser. Eine Entsorgung ist nicht möglich, dafür muss man auf einen der beiden anderen Stellplätze ausweichen. Die Lage ist am Ortsrand direkt beim Strandübergang und somit relativ günstig, zur Seebrücke ca. 2 km. Etwas absonderlich ist die Platzordnung, sie bestehen darauf, dass man vorwärts einparkt – Begründung Fehlanzeige.

 

Tag 7 / 8 Montag / Dienstag 22./23.05.2017 – Ostsee-Tour
Zingst

Wie bereits am Sonntag geschrieben, widmete ich die beiden Tagen den Ausstellungsangeboten des Umweltfotofestival Horizonte Zingst / www.erlebniswelt-fotografie-zingst.de, und die sind zahlreich und über den Ort vom Strand (Open Air) bis zu den Ortsrändern verteilt. Radeln ist daher angesagt, auch wenn es gegen eine Pauschale einen Shuttlebus geben soll (ist mir nie begegnet). Thematisch behandeln zwar alle Ausstellungen die „Umwelt“, dies reicht aber von deren Schönheit bis zu deren Zerstörung. Etliche Reportagen befassen sich mit den Gefährdungen, aber es gibt auch z.B. eine faszinierende Open Air Ausstellung zur Schönheit von Insekten (Mikrofotografie), vom Leben der Bienen, der Gletscherwelt Islands, Norwegen ist als Gastland mit mehreren Fotografen mit dem Themenspektrum Portraits bis Landschaft vertreten, nahezu alle namhaften Fotozeitschriften präsentieren gemeinsam eine Auswahl bemerkenswerter Fotografen und GEO zeigt am Strand ebenfalls Open Air eine Auswahl seines Portfolios der letzten Jahre. Immer um 22 Uhr läuft am Strand eine Projektion von Fotos, die zum Teil erst während des Festivals entstanden sind.

Leider habe ich keinen Platz mehr in einem Workshop zur Reisefotografie am Dienstagabend ergattert. Da vor meiner Abreise noch Plätze frei waren, wollte ich es auf gut Glück versuchen – verzockt. Gut, dass ich mir in Fürstenfeldbruck die beiden DVD besorgt habe. Dafür konnte ich am Dienstag in einen Kurzvortrag von EPSON zum Fine Art Printing reinschnuppern. Zwar eher eine Verkaufswerbeveranstaltung, trotzdem ein paar brauchbare Tipps für den Fall, dass man eigene Bilder selbst ausdrucken will.

Nebenbei habe ich noch das Heimatmuseum mit einer kleinen Kunstausstellung sowie die Tauchgondel an der Seebrücke besucht. Letztere ist offensichtlich bzgl. des sichtbaren Geschehens außerhalb der Gondel sehr von Jahreszeiten, Wetter und sonstigen Einflüssen abhängig. In einer Bilderpräsentation wurde gezeigt, was man zu besseren Zeiten sehen konnte. Aktuell nur grünliches Wasser und bis auf Miesmuscheln an den Pfeilern kein Lebewesen. Interessant waren trotzdem der launige Vortrag des Tauchführers, die Diapräsentation und ein 17minütiger 3-D-Film.

Reichhaltiges Tagesprogramm und eigene Fotoexkursion vertragen sich offensichtlich nicht so gut. Während ich am Montagabend platt war diente der Dienstag bis auf den Vortrag und die Tauchgondel vor allem dem Relaxen im Campingstuhl und kulinarischen Genüssen. Beim Lesen ist mir zudem noch eine Info zugeflogen, die wohl Einfluss auf meine weitere Reiseplanung nimmt.

Gegen das Wochenende hin wollte ich an der Mecklenburgischen Seenplatte Station machen. Schon kurz vor der Abfahrt hatte ich erfahren, dass in Waren ab Donnerstag die Müritzsail steigt. Eine Buchungsvoranfrage auf dem dortigen Stellplatz führte am Sonntag zu einer negativen Rückmeldung. Angedacht habe ich kurz, auf die Umgebung auszuweichen, z.B. in das nahegelegene Klink, dessen Großparkplatz des geschlossenen ehemaligen FDGB-Großhotels (420 Zimmer) auf der Müritzsail-Webseite als P+R-Alternative mit Shuttle angepriesen wird. Heute kam jedoch zusätzlich bei der Lektüre die Info auf mich zu, dass am Freitag/Samstag die Mecklenburg Seen Runde 2017 als 300 km Jedermann-Radsport-Event MV durchgeführt wird, welcher zwar in Neubrandenburg startet, von dort aber schnurstracks Richtung Müritz führt und mein beabsichtigtes Zielgebiet umrundet. Aufgrund dieser Ereignisse wird im Netz bereits vor Verkehrsengpässen gewarnt.

Folglich werde ich diese Station wohl besser aus meinem Tourplan für dieses Mal streichen und die Tour verkürzen.

Beste Grüße für heute
Atze