OstseeTour Frühjahr 2017 # 3

Hallo Mitleserinnen und Mitleser,

nachdem ich mich die letzten Tage übers Wetter wirklich nicht beklagen kann, kam es im Laufe der Nacht zu einem Umschwung, der sich einerseits durch das Aufziehen stärkerer Winde und einen Temperatureinbruch bemerkbar machte, glücklicherweise blieb es aber trocken, wenngleich der Himmel sehr trübe war.

 

Tag 5 Samstag 20.05.2017 – Ostsee-Tour
Stralsund / Rügen (Lohme OT Hagen)

Heute bin ich etwas zeitiger aufgestanden (um 7 Uhr) und habe mich nach den üblichen Morgenerledigungen den kurzen Weg nach Stralsund aufgemacht. Ursprünglich hatte ich geplant, den 2016 eröffneten

Wohnmobilstellplatz Stralsund
Boddenweg 3, 18439 Stralsund
03831 3092023
GPS 54.276079, 13.108700
GPS 54°16’33’’N, 13°06’33’’O
wohnmobilstellplatz-stralsund.de

anzusteuern und dann die rund 5 km bis zum Hafen zu radeln. Die heftigen Winde ließen es mich sinnvoller erscheinen, etwas näher an die Innenstadt heranzufahren. Im Frankendamm habe ich das Womo auf einen der reichlichen kostenfreien Parkstreifen abgestellt und die knapp 1,5-2 km waren angesichts der Ebene  auch ohne Motorunterstützung zu bewältigen (auf der Rückfahrt tobte der Wind trotz oder wegen strahlender Sonne heftiger, so dass ich an leichter Motorunterstützung froh war).

Noch am Abend habe ich mir übers Smartphone ein Kombiticket inklusive Fotoerlaubnis (1 €, im Kombipreis enthalten) für Ozeaneum Stralsund / www.ozeaneum.de (Ausstellungen: Weltmeer / Ostsee / Riesen der Meere und Aquarien: Ostsee / Nordsee / Pinguine) sowie das Meeresmuseum Stralsund / www.meeresmuseum.de (Ausstellungen: Meeresbiologie / Korallenwelt / Wale / Fischerei und Aquarien: Mittelmeer / Tropen / Hai / Schildkröten) gebucht. Das Ozeaneum ist schon architektonisch herausragend und die Präsentation kommt ebenfalls modern daher mit guten Erläuterungen, anschaulichen Bildern und Objekten sowie lebenden Beispielen in den Aquarien. So 1,5-2 Stunden sollte man mindestens einplanen.

Gleich daneben befindet sich das Skurrileum – Museum für komische Kunst Stralsund / www.skurrileum.de, welches ich ursprünglich eingeplant hatte, beim Durchblättern des Katalogs war mein Interesse an der aktuellen Ausstellung Heile Bilder. Familien-Cartoons aber nicht herausgefordert. Rund 100m weiter ist das ehemalige Schulschiff Gorch Fock I (der Vorläufer der jüngst ausgemusterten Gorch Fock) zu bestaunen und bei Interesse auch als Museumsschiff zu besuchen.

Ich machte mich jedoch gleich auf zum Meeresmuseum, weil auch heute mein Smartphone im Hintergrund fleißig OS-System-Aktivitäten zeigte (nun war ich mit 2,6 GB über mein High-Speed-Datenvolumen bereits deutlich hinaus), was aber zugleich den Akku erheblich in Mitleidenschaft zog, so dass ich befürchten musste, dass ich das Online-Ticket dort ggf. nicht mehr zum Vorschein bringen würde (sicherheitshalber hatte ich aber eine Powerbank eingesteckt).

Das Meeresmuseum war der Vorläufer des Ozeaneum und ist in einem ehemaligen Klostergebäude untergebracht. Auch deren Ausstellung ist ansprechend gemacht, auch wenn sie einen Tick weniger modern daherkommt. Größere Teile überschneiden sich, so dass man entweder das Kombinieren in Frage stellen oder wie ich eben zügiger durchwandern kann, um den Augenmerk auf die ergänzenden oder vertiefenden Aspekte zu richten. Zwar etwas erschlagen von insgesamt etwas über drei Stunden Meeresinfo, aber visuell und inhaltlich angereichert besuchte ich noch das angrenzende Stralsund Museum / www.stralsund-museum.de, wobei mich nur die Sonderausstellung Elisabeth Büchsel. In Ost und West – to hus is best interessierte, auf die ich vor einigen Jahren in Ahrenshoop gestoßen war.

Unweit davon besuchte ich noch die St. Marienkirche, ein beeindruckender Bau der Spätgotik mit einem 104m hohen Turm, dessen Aufstieg ich mir jedoch ersparte. Innen ist die Ausstattung zurückhaltend, sehenswert der Marienkrönungsaltar und vermutlich hörenswert die Stellwagenorgel aus dem 17. Jahrhundert. Innen attraktiver ist die Nikolaikirche beim Rathaus, deren Bau bereits im 13. Jh. begonnen wurde, und besonders durch eine farbige Fassung der Säulen und Streben hervorsticht. Die Astronomische Uhr von 1394 ist die älteste original erhaltene Uhr dieser Art. Hilfreich war, dass man für die 3 € Eintritt auch einen Flyer in die Hand gedrückt bekommt, in welchem die sehenswerte Ausstattung sowie die Baugeschichte erläutert wird.

Vom angegliederten beeindruckenden Rathaus war leider nur das Baugerüst der Renovierungsmaßnahme zu sehen.

Das Eis vom Café am Markt hat zwar geschmeckt, kann aber nicht als herausragend erwähnt werden. Ergebnis dieser kleinen Pause war aber die Überlegung, in Stralsund doch nicht zu nächtigen, sondern gleich auf die Insel Rügen zu fahren. Ursprünglich wollte ich in meinem Sonntagsausflug die Insel von unten her erkunden, nun bin ich gleich in den Norden gefahren und stehe nun auf dem

Großparkplatz Hagen zum Königsstuhl mit Wohnmobilstellplatz
Stubbenkammerstr. 57
18551 Lohme OT Hagen

Der Platz ist geräumig, die Ausstattung allerdings etwas eingeschränkt. Um den Platz herum gibt es zwar mehrere Stromanschlüsse, diese sind jedoch nur mit 6 A abgesichert. Die Toiletten sind nur von 8-19 h frei zugänglich (gegen Gebühr), Womos können sich zu diesen Öffnungszeiten den nächtlichen Zugangscode geben lassen sowie Duschmarken besorgen. Heute waren jedoch um 18.35 h das Kassenhäuschen und die Gastronomiebetriebe verwaist.  Mal sehen, ob morgen ab 8 jemand anzutreffen ist, zumal ich auch meinen Toilettentank entleeren will.

So, jetzt mal sehen, ob trotz Modemgeschwindigkeit der Mailverkehr möglich ist. Vorhin gab es einen Abbruch wegen Zeitüberschreitung.

Beste Grüße für heute
Atze