OST:NORDOST Kunst aus der DDR

bis 21.07.2019     

OST:NORDOST
Kunst aus der DDR
Werke des Staatlichen Museums Schwerin

Schloss Achberg / Landkreis Ravensburg

In jüngster Zeit flammte eine berechtigte kritische Diskussion vor allem in den Bundesländern auf, die auch das Erbe der ehemaligen DDR verwalten. Tenor: Vielfach sei nach der Wende die in der DDR geschaffene Kunst in die Depots der dortigen Museen verschoben worden. Auch hier wurde ein Ost-Wessi-Konflikt ausgemacht, nämlich nicht selten wurden die Leitungen aus dem Westen besetzt.

Die Diskussionen waren fruchtbar und haben zwischenzeitlich dazu geführt, dass in mehreren Ost-Nordost-Museum von überregionalem Rang wieder mehr qualitative oder repräsentative Werke aus der DDR-Phase in die ständige Ausstellung gewandert sind und auch vermehrt Sonderausstellungen zu den Künstlern oder den in der DDR und den heutigen Bundesländern relevanten Fragen angeboten werden.

Einige Museen besitzen zur Kunst in der durchaus repräsentative Sammlungen. Eine davon wird in Auszügen nun auf dem Schloss Achberg gezeigt, die des Staatlichen Museums Schwerin, die seit 1950 aufgebaut wurde. Rund 100 Werke aus der Zeitspanne von 1949 bis 1989 ermöglichen einen eindrucksvollen und erhellenden Einblick in das Kunstschaffen in der DDR. Die über 50 Künstlerinnen und Künstler stehen stellvertretend für die Spannweite und den Facettenreichtum und zeigt auf, dass der „Bitterfelder Weg“ und der sozialistische Realismus andere Stilrichtungen von der Abstraktion bis zum Neoexpressionismus nicht verdrängen konnte, auch wenn diese Kunst teilweise ein Nischendasein suchen musste. Natürlich sind auch die Väter und wenigen Mütter der Leipziger Schule breit vertreten. Deren nachfolgende Generation der Neuen Leipziger Schule wird vielleicht in einer Folgeausstellung Raum gegeben. Es wäre genauso spannend.

Anschauen.