OberrheinKunstTour Herbst 2017 # 1

Hallo Mitleserinnen und Mitleser,

heute bekommt ihr den ersten Bericht über eine mehrtägige Kunsttour, die mich über den Großraum Stuttgart in den unteren Oberrhein zwischen Baden-Baden und Basel führt.

 

Tag 1 Donnerstag 19.10.2017 – Untere Oberrheintour
Nürtingen / Waldenbuch / Sindelfingen / Ludwigsburg / Stuttgart / Dätzingen / Gernsbach-Obertsrot

Die Nürtinger Altstadt bietet nach meiner Beobachtung direkt keinen Parkplatz für Womos, so dass ich wieder meinen erprobten Platz für max. 6m-Mobile in der Metzinger Str. 11 / 48°37’29.8″N 9°20’08.4″E / 48.624931, 9.335673 aufgesucht habe. Alternativ kann man es auch auf dem Parkplatz Gerberstraße probieren oder entlang der Alleenstraße, was sich insbesonders für längere Womos anbietet, da Längsparkplätze am Straßenrand. Heute allerdings nicht, da wegen Markt gesperrt. Etwas weiter ab liegt das Parkareal Wörthstraße / Hermannstraße, lässt sich aber auch noch locker zu Fuß bewerkstelligen.

Besucht habe ich die Fotoausstellung peter granser. the signs of the times ind der galerie kreissparkasse nürtingen. Die Fotos standen alle angelehnt an die Ausstellungswände auf dem Boden herum, da die Ausstellung trotz gegenteiliger Ankündigung im Flyer und Pressetext nicht am Montag eröffnet wurde, sondern erst kommenden Montag. Glück, dass die Bilder aber schon angeliefert waren. Soweit ich eine Thematik erkennen konnte, handelt es sich überwiegend um Dokumentation des American Way of Life der bürgerlichen Mittelschicht außerhalb der Metropolen. Entgegen Martin Parr liebt Granser offenbar die Entsättigung der Farben.

Das Museum Ritter Waldenbuch (MPM) / www.museum-ritter.de zeigt Arbeiten von Jakob Dahlgren, der Alltagsobjekte (Dartscheibe, Handsäge, Meterstab) durch Reihung in ein Kunstobjekt verwandelt, optisch ansprechend und teilweise auch amüsant. Im Obergeschoss ist die sehr sehenswerte Ausstellung mit dem Titel von alu bis zement. bilder, plastiken und objekte präsentiert. Die Schau beschränkt sich auf wenige Künstler, von denen jeweils eine breitere Werkgruppe präsentiert wird.

Damit konnte ich auch meinen Museumspass in der letzten Woche seiner Jahreslaufzeit nochmals einsetzen, was mich auch die nächsten Tage begleiten wird.

Die Ausstellung farbe und formen in der galerie der stadt sindelfingen / www.galerie-sindelfingen.de ist leider nur eine Kabinettausstellung und präsentiert ca. 15 Exponate aus der städtischen Sammlung von Schlemmer bis K.O. Götz. Die beiden Hauptausstellungen aktueller Künstler ist mir keine weitere Erwähnung wert.

Leider auch sehr übersichtlich, aber interessant ist die kleine Werkauswahl von georgia russell. the open window im kunstverein ludwigsburg www.kunstverein-ludwigsburg.de. Zum eigenständigen Werk gehört das Bearbeiten von Büchern und Zeitungen (neuerdings auch Leinwände) mittels Skalpell. So werden aus feingeschnittenen Büchern Skulpturen.

Die galerie valentien stuttgart / www.galerie-valentien.de zeigt nur noch kurze Zeit, wie sich zwei Künstler der jüngeren Zeit mit einem Altmeister auseinandersetzen: jan peter tripp und picasso zu cranach. Während sich Picasso eigenständig vom Werk Cranachs anregen ließ, enttäuscht mich der von mir sonst sehr geschätzte Jan Peter Tripp durch technisch perfekte Kopien, mit wenig eigenständigem Profil. Gut, dass daneben auch noch herrliche andere Werke von ihm ausgestellt sind.

In der galerie schlichtenmaier dätzingen / www.schlichtenmaier.de setzt sich joachim kupke. hommage to modern art ebenfalls in altmeisterlicher Technik eigenständiger mit der Kunstgeschichte auseinander. Aber auch hierbei handelt es sich eher um eine Kabinettausstellung mit ca. 15 Bildern, doch auch in den weiteren Räumen der Galerie sind aus dem Bestand immer sehenswerte Arbeiten der Moderne zu sehen.

Danach ging es quer über den Nordschwarzwald zu meinem heutigen Stellplatz auf dem Parkplatz am Freibad Gernsbach-Obertsrot, Am Schwimmbad (Waldrand / N 48°44’30“ E 08°20’30“). 8 Plätze, kostenlos, ganzjährig, Strom 1 €/8h, keine V/E (V/E-Station am Wohnmobilstellplatz an der Murginsel in Gernsbach, Klingelstraße (Abzweigung Schloss Eberstein) N 48° 45‘ 34“ E 8° 20‘ 21“, 8 Plätze, ganzjährig, 5 €/Tag (inkl. KONUS-Karte), V/Ewc, Strom 1 €/12h, Wasser 1 €/100l, www.gernsbach.de).

Schon häufiger habe ich ja angemerkt, dass die Sicht aus den Seitenfenstern des Ducato nicht optimal ist. Habe mir daher jüngst für je 8,50 € für beide Außenspiegel kleine Ergänzungsspiegel bei Berger besorgt (siehe Bild), mit denen einerseits der tote Winkel und andererseits bei spitzen Einmündungen der seitliche Verkehr besser beobachtet werden soll. Toter Winkel klappt, das mit dem spitzen Winkel muss die Praxis noch zeigen..

Beste Grüße für heute
Atze