Norddeutschland-Tour Frühsommer 2016 # 3

Norddeutschland-Tour Frühsommer 2016  # 3

 

Hallo Mitleserinnen und Mitleser,

Tag 6 Freitag 24. Juni 2016 – Emden / Tourabschluss

Das im zweiten Tourbericht angedeutete Gewitter hat zwar erst in morgendlicher Nachwirkung eine deutliche Abkühlung gebracht, allerdings in Teilen meiner Region wohl auch etwas heftiger gewütet und reichlich Wassergaben mitgebracht. Trotz ansonsten schöner Ruhe auf dem Parkplatz haben Gewitter, Regengeprassel, dämpfige Hitze, stechlustige Mücken (waren wohl beim Öffnen der Fahrertür mit reingeschlüpft und die Stiche jucken jetzt noch) eine etwas unruhige Nacht beschert. Nach dem Frühstück bin ich wie beabsichtigt zur Kunsthalle Emden, um die noch bis 18.09.2016 laufende Sonderausstellung „Otto Mueller: Natürlich nackt“ zu sehen. Neben den Badeszenen des 2010 zur Künstlergruppe Die Brücke gestoßenen Künstlers, die mich erneut in den Bann zogen, wird auch das seit Ende des 19. Jh. aufkommende Badewesen an Nord- und Ostsee inklusive damalige Bademode beleuchtet, ergänzt durch eine kleine Übersichtsschau über die anderen wesentlichen Brückekünstlern. Auch die Sammlung ist einen Blick wert, auch einen zweiten oder dritten.

Mit Parkplätzen ist es um die Kunsthalle nicht sehr gut bestellt, insbesondere für Womos, da das etwas abseits gelegene Parkhaus keine Alternative ist und Straßenparken aufgrund der Beengtheit überwiegend ausgeschlossen ist. Mit dem ja nicht gar so breiten Kastenwagen habe ich in der Großen Straße einen schrägen Parkplatz ergattert, wo die ca. ersten 10 Plätze einen verkehrsfreien Hinterraum von ca. 2m haben, somit das 6m-Mobil nicht den Verkehrsfluss gestört hat. Bedeutet ca. 10 min gehen durch die Altstadt am ALDI Nord vorbei zur Kunsthalle.

Eigentlich hatte ich auf der Fahrt nach Emden einen Abstecher zum Franz Radziwill Haus in Varel/Dangast auf dem Schirm, musste den aber erneut streichen, da das Haus wochentags erst um 15 Uhr öffnet. Klappt vielleicht, wenn ich mich nicht auf einer Kunsttour befinde, sondern auf einer Sightseeingtour in der Region.

Auf der Weiterfahrt ins Rhein-Main-Gebiet hatte ich aufgrund der Echtzeitdatenauswertung meines GARMIN-PKW-Navis (Anbindung über eine Smartphone-App) mehrere Routenänderungen, die mich aber weitgehend vor den heftigen Staus in NRW verschont ließen. Beunruhigt war ich allerdings von den Wettermeldungen. Nach den nächtlichen Sturm- und Starkregen-Bescherungen im Nordseeraum, von denen ich ja nur unwesentlich belästigt wurde, kam es Freitagnachmittag in der Region Hunsrück bis Thüringen zu Starkregen und Verwüstungen und für den Abend bzw. die Nacht wurde selbiges auch für das Rhein-Main-Gebiet vorhergesagt. Nicht wirklich reizvolle Aussichten für den dort geplanten Aufenthalt. Rund 50 km vor Frankfurt entschloss ich mich daher kurzerhand, die Tour hier abzubrechen und die Heimat anzusteuern.

Die Ausstellungsbesuche in Frankfurt (bis 30.10.2016 Sebastian Krüger im Caricatura Museum Komische Kunst / Krüger ist vor allem durch seine auch von den Rolling Stones geschätzten Karikaturgemälden derselben bekannt geworden), im Museum Wiesbaden (bis 09.10.2016 Fritz Erler / bis 23.10.2016 August Macke zu Gast bei Jawlensky – das August Macke Haus Bonn ist bis Herbst 2017 wegen Umbau geschlossen und hat seine Sammlung auf Reisen geschickt) sowie im Landesmuseum Wiesbaden bis 09.10.2016 „Ein Stück norddeutscher Himmel – Emil Nolde und Die Brücke“ werde ich dann wohl Ende August nachholen.

Nervig dann die A3 von Aschaffenburg bis Würzburg aufgrund zahlreicher und langer Baustellen und damit verbundenen Staus. Mein Navi hat mir aber trotz der Verzögerung von ca. 30 Minuten versichert, es sei die schnellste Strecke, da auf A6 / A5 / A81 und A8 noch nachhaltiger gestaut wurde. Die A7 war dann aber wieder frei und gegen 21 Uhr nach einem kurzen Tankstopp in Senden war ich wohlbehalten wieder zuhause. Auch hier Lob ans Navi – es hat mich frühzeitig darauf aufmerksam gemacht, dass die Zufahrt nach Senden beim Autobahndreieck Hittistetten gesperrt ist. Wettermäßig bin ich auf der ganzen Heimfahrt von Eskapaden verschont geblieben – je weiter ich in den Süden kam wurde es immer sonniger und wärmer. Allerdings habe ich bereits auf den letzten Kilometern am näheren Horizont über der Alb heftigstes Blitzgezucke und dunkelgrauen Himmel wahrgenommen. Kaum im Haus, haben sich dann auch hier die Wolken ausgeschüttet – schwerpunktmäßig muss sich das Wetter wohl auf und westlich vor der Alb ausgetobt haben.

Nach einer tief- und langschlafenden Nacht geht es nun daran, die Mitbringsel der Kunsttour (ca. 35 cm Regallänge) zu würdigen und das Mobil wieder klar zu machen – tja, und die Papierpost muss jetzt auch noch bearbeitet werden. Schön, dass sich dies bald deutlich reduzieren wird. Tja, und die rund 100 Blätter, die der Drucker nun aus der Druckerwarteschlange der Woche ausgedruckt hat, harren auch noch der Endbearbeitung.

 

Wünsch Euch ebenfalls eine schöne Zeit und hoffentlich entspanntes Wochenende und eine stressfreie neue Woche

Arthur

 

PS: Für meine berufsfreie Zeit plane ich übrigens, meine diversen Newsletter/Infoberichte auf einer Blogseite zusammenzuführen, die dann jede/r nachlesen kann, wann und sofern sie/er Lust dazu hat – dann ggf. auch mit Bildern garniert (leider hat im Sprengelmuseum in Hannover meine Pocketkamera endgültig den Geist aufgegeben, so dass ich dort und in Emden keine Museumsbilder machen konnte, in Worpswede ist es sowieso untersagt). Muss mich für die komfortable Webseitenpräsenz aber erst noch in ein CMS-System einarbeiten.

 

 

Anmerkungen zu älteren Womo-Berichten