Norddeutschland-Tour Frühsommer 2016 # 2

Norddeutschland-Tour Frühsommer 2016  # 2

 

Hallo Mitleserinnen und Mitleser,

damit jetzt nicht wieder ein so langer Schinken zusammenkommt und ich gerade auf dem Parkplatz bei den Worpsweder Museen stehe, will ich den heutigen Tag doch „kurz“ zusammenfassen (der Parkplatz ist sehr geräumig, aber nicht offiziell als Womo-Stellplatz ausgewiesen – mir wurde aber versichert, dass das öfters in Anspruch genommen wird und siehe da, wie ich vom Abendessen zurückkomme, steht ein zweites da – der Platz ist nur von 9-18 h gebührenpflichtig, mit 50 Cent/Stunde aber sehr günstig).

Entschuldigen muss ich mich für zwei Sachen:

Erstens für die Tippfehler, was wohl abgeschlaffter Aufmerksamkeit nach einem anstrengenden Kunsttag und anschließender mehrstündiger Büroarbeit geschuldet sein dürfte. Hoffe, dass es heute besser geht.

Zweitens habe ich zum Berliner Womo-Campingplatz nicht die vollständigen Angaben gemacht, was hier nachgeholt wird:

Hotel & Campingplatz City Camp 2
Bäkehang 9a / 14532 Kleinmachnow
Tel. 033203 79684 Fax 033203 77913 Mobil 0172 3007828
kleinmachnow@city-camping-berlin.de (letzteres auch www)
Biergarten tägl. bei guter Witterung 14-22 h

 

Tag 5 Donnerstag 23. Juni 2016 – Hannover / Worpswede

Nachtragen zu gestern möchte ich, dass das erwähnte urige Restaurant neben dem Jenisch-Park ein ehemaliger Pferdestall ist (mit zahlreichen Anklängen an seine Geschichte) und TO’N PEER STALL heißt, Adresse Hochrad 69 / 22605 Hamburg (Klein Flottbek – und nicht Altona). Ich erwähne dies deshalb, weil das Essen den leicht höheren Preisen alle Ehre gemacht hat, es hat herrlich gemundet.

Die Nacht habe ich ohne Parkkralle überstanden und wieder gut geschlafen, trotz des Verkehrs (der Bus 15 verkehrt übrigens auch nächtens sehr regelmäßig). Eigentlich wollte ich um 6 Uhr nach Hannover starten, da jedoch kurz vor 5 aufgewacht und erneute Einschlafversuche zwecklos, bin ich nach der Morgentoilette gleich losgestartet. War goldrichtig, denn es war bis Hannover ein flottes Durchkommen. Der Schlafplatz war unbewusst sehr günstig für mein Vorhaben, weil die A7 nach wenigen Minuten erreicht war. Auf der Fahrt habe ich dann aus dem Radio vernommen, dass heute in Niedersachsen Sommerferienbeginn ist.

In Hannover konnte ich das Womo direkt in der Willy-Brandt-Str. vor dem Landesmuseum abstellen, habe gemütlich gefrühstückt und dann noch einen Spaziergang durch den angrenzenden Park beim Maschteich (Neues Rathaus) unternommen. Im Landesmuseum hat mich unter dem Titel „Mythos Heimat“ (nach Verlängerung nur noch bis 17.07.2016) eine sehr schöne Übersichtsschau zu europäischen Künstlerkolonien angelockt. War umfangreicher, als erwartet (auch der Katalog) und so habe ich den Besuch im in Sichtweite befindlichen Sprengel Museum etwas verkürzt. Schöne temporäre erweiterte Sammlungspräsentation der klassischen Moderne im Erweiterungsbau (noch bis 18.09.2016 / bis 29.01.2017 gibt es zudem eine Sammlungspräsentation zu Niki de Saint Phalle sowie der allgemeinen Sammlung u.a. auch Fotografie, Titel „130% Sprengel“).

Kurzer belustigender Abstecher ins Wilhelm Busch Museum zu zwei Sonderausstellungen: „Eduard Thöny“ (Satirischer Zeichner im Simplicissimus etc.) sowie „Rudi Hurzlmeier – Harry Rowohlt gewidmet“. Ein Blick in die überwiegend von früheren Besuchen schon bekannte Sammlungsausstellung hat den Abstecher abgerundet. Die Parkplatzsituation ist dort etwas dünn.

Anschließend ging’s nach Worpswede, sozusagen um den Vormittags-Mythos abzurunden. War schon dreimal dort, diesmal wird in 4 Häusern unterm Titel „Wilde Zwanziger“ jedoch nicht die altbekannte Kolonie mit Heinrich Vogeler (später in die UdSSR ausgewandert), Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, Hans von Ende, Fritz Mackensen (der eigentliche Gründer, politisch später rechtslastig abgedriftet) gezeigt, sondern die zweite Generation.

Nach einem kargen Currywurst-Mahl (verdient wegen mangelnder Qualität eine Erwähnung, die dazu gereichte halbe Toastbrotscheibe war komplett geschmackfrei) wieder Büroarbeit und nun zum Abschluss dieser Bericht. Nebenbei kurzer Gewitterschauer, der vielleicht auch etwas Abkühlung in die 35 Grad bringt.

Morgen geht es zur Kunsthalle Henri Nannen in Emden wegen einer Otto Mueller Ausstellung, einen Trabanten der Brücke und dessen Bilder mich nahezu ausnahmslos wegen Ausdruck und Stimmung ansprechen, kurzum: Ich liebe ihn.

 

Danach wird mich die Rückfahrt in den Raum Mainz / Wiesbaden / Frankfurt führen.

 

Bis dann

Arthur

 

 

Anmerkungen zu älteren Womo-Berichten