NetherlandsTour Frühjahr 2018 # 9

Liebe Mitleserinnen und Mitleser,

hier noch ein Foto von den offiziellen 4 Stellplätzen unter hohen Bäumen in Nijkerk und der Parkplatz, auf den alle wegen SAT-Empfang ausgewichen sind. Zum Zeitpunkt der Aufnahme waren zwei Mobile schon wieder unterwegs, denn trotz leichtem Berufsverkehr und Schülergruppen, die in die Sporthalle kamen, konnte ich mal lange ausschlafen. Ergebnislos blieb meine Suche nach einer Entsorgungsmöglichkeit für den WC-Kanister.

Tag 10 Montag 23. April 2018 – NetherlandsTour
Nijkerk / Amersfoort / ’s-Hertogenbosch / Schijndel

Für den Besuch von Amersfoort habe ich mir einen Parkplatz in der Straße Gasthuislaan in der Nähe der Hausnummer 121 (N 52°08’46.79“ / O 005°23’57.07“) ausgesucht, da es von dort nur etwas mehr als 1 km am gegenüberliegenden Sportpark entlang nahezu geradlinig ins Zentrum geht. Zunächst habe ich das VVV Touristinfozentrum angesteuert, welches direkt unterhalb des mit 100m unübersehbaren Liebfrauenturms liegt, umgeben von dem gleichnamigen Platz mit reichlich Straßengastronomie. Dort erhielt ich einen kleinen Touristenfaltplan mit den eingezeichneten Sehenswürdigkeiten.

 

Abseits der Langestraat, welche die übliche Einkaufsmeile darstellt, handelt es sich meist um kleine Gässchen mit überwiegend historischer Bebauung. Die Kernstadt wird von zwei Grachtengürteln umschnürt. Der Singel markiert die ursprüngliche Stadt, von deren Stadtmauer nur noch das Kamperbinnenpoort als Turm stehen geblieben ist, wenn man vom erwähnten Onze Liewe Vrouwetoren absieht.

Die Beek markiert dann die erweiterte Stadt, an der das Land- und Wassertor Koppelpoort aus dem Jahre 1400 Teil der äußeren Stadtmauer war.

Im Zentrum steht die Sint-Joriskerk zwischen dem zentralen Platz Hof, dem Groenmarkt und Appelmarkt. Kurzum, eine für mich angenehme Stadt, die reichhaltig beschauliche Ecken anbietet und auch eine Shoppingmeile, ein Stadtkern, in dem man sich aber auch dem Genuss in den zahlreichen (Straßen-)Lokalen hingeben kann (nur eine Gelaterie hat um diese Zeit noch nicht um meine Aufmerksamkeit gebuhlt). Diese Stadt lässt sicher auch in den Abendstunden eine besondere Wohlfühlatmosphäre erwarten.

Diesen Schlenker auf der Tour wieder etwas zurück in Richtung Utrecht musste ich also keinesfalls bereuen. Nun ging es nach ’s-Hertogenbosch. Zunächst steuerte ich die niederländische Würth-Zentrale an, die als Kunstlocatie Würth ’s-Hertogenbosch die Sammlung Würth repräsentiert. Eine nette Dame, mit der ich mal wieder etwas Deutsch reden konnte, nahm mich in Empfang und überließ mich dann aber der eigenen Betrachtung.

Anschließend nutze ich den mittleren Nachmittag und das sonnig-bewölkte Wetter, um in die Stadt zu fahren. Wieder war ich erfolgreich mit der Taktik, bis knapp an den Rand der Altstadt mit dem Womo heranzufahren und nach Parkplätzen Ausschau zu halten. In der Hinthamereinde waren jede Menge Parkplätze entlang der Straße frei, diesmal allerdings für relativ kleines Geld kostenpflichtig (1,50 €/h). Probleme gab es aber mit der Kartenzahlung. Angeblich wurde die MaestroKarte akzeptiert und der Automat konnte auch auf deutsche Bedienung umgestellt werden. Nach der Ankündigung, dass nach dem Herausziehen der Karte der Vorgang fortgesetzt werden könnte erfolgte jedoch nichts. Also habe ich es doch mit Bargeld probiert, was in den Niederlanden am Aussterben sein soll. Alles perfekt.

Nun machte ich eine kleine Erkundungstour in die Kernstadt, die mich erwartungsgemäß weniger binden konnte. Dazu ist sie deutlich zu großstädtisch geprägt und auch ihre Bausubstanz nur an wenigen Stellen reizvoll. Da heute geschlossen, habe ich das Jheronimus Bosch Art Center ’s-Hertogenbosch nur von außen betrachten können, morgen dann die inneren Werte. Die Sint-Janskathedraal ist ein von außen wie innen überzeugender Kirchenbau und Höhepunkt der Brabanter Gotik. Zwar war auch sie rund 200 Jahre der niederländischen Reformation unterworfen, doch wurde sie von Napoleon wieder an die überwiegend katholische Bevölkerung übertragen, was ihr heutiges Erscheinungsbild mit reichhaltigem Bilderschmuck erklärt. Besonders angetan haben mir es der Altar im Seitenschiff von einem unbekannten Antwerpener Meister sowie einige der Glasfenster.

Nach einem kurzen Abstecher auf den Markt und das Rathaus rief die Parkuhr nach meiner Rückkehr.

Aufgrund einer APP-Empfehlung bin ich anschließend auf einen von 3 Stellplätzen auf dem Parkplatz des Sportcomplex De Dioscuren, Bundesstraat 6, Schijndel (N 51°37‘0.4“ / O 5°25’47.2“) gefahren, da hier angeblich V/E einschließlich WC-Entsorgung geboten wird und er kostenlos sei. V/E/WCe haben sich auch hier vor mir verborgen.

Stattdessen leisten mir und dem Womo, welches bei meiner Ankunft bereits hier stand, während ich den Text verfasse und es zwischenzeitlich dunkel geworden ist, Jugendliche mehr oder minder halblaute Gesellschaft, ergänzt durch gelegentliches Aufheulen von Zweirad- und Automotoren. Mal sehen, wann Ruhe einkehrt.

Soviel für heute

Euer Atze