NetherlandsTour Frühjahr 2018 # 3

Liebe Mitleserinnen und Mitleser,

der heutige Tag diente der Erkundung Amsterdams allein im Zeichen der Kunst. Da das Rijksmuseum bereits um 9 Uhr öffnet und laut Besucherstatistik sich hier die Schlangenbildung – wenn überhaupt – in Grenzen hält, hieß es zeitiges Aufstehen.

Tag 4 Dienstag 17. April 2018 – NetherlandsTour
Amsterdam

Den Weg zur Fähre legte ich Blattfußindianer nicht in den durchaus sportlichen 10 Minuten zurück (bei den auf der Webseite des Platzes angebenen 5-10 Minuten sind offensichtlich auch die Radfahrer einbezogen), sondern in schlappen 13. Die Fähre zur Centraal Station fährt während des Berufsverkehrs (7.30-10 h / 16-18.30 h) immer im Viertelstundentakt, dazwischen nur im Halbstundentakt und ihre Benützung ist kostenlos. Am Centraal landet sie gegenüber dem Tunnel an, durch den man sowohl den Bahnhof, die Trams und Busse, die Ausflugsschiffe sowie die Stadt selbst per Rad oder zu Fuß erreicht.

Dort habe ich ein Zwei-Tages-Ticket für den ÖNV erworben (12,50 € – das Tagesticket kostet 7,50 €), obwohl ich schon von daheim für den Mittwoch ein Tagesticket für das Hop On Hop Off Boot erstanden habe (davon morgen mehr). Mit der Tram 2 und 5 kommt man direkt zum Museumsquartier, zuvorderst das Rijksmuseum. Dort steht auch der bekannte I Amsterdam-Slogan, ein beliebtes Selfiemotiv. Wer keine Niederländische Museumskaart hat, aber trotzdem kostengünstig Ausstellungen in Amsterdam und näherer Umgebung besuchen will, für den kann sich ggf. die ähnlich teuere I Amsterdam Card lohnen, in der auch eine ca. einstündige Grachtenfahrt an Sehenswürdigkeiten vorbei inkludiert ist. Ich habe mich jedoch für die Hop On-Variante entschieden.

Dank NLMK konnte ich an der Kasse vorbei ins Rijksmuseum direkt in die Ausstellungen marschieren, nachdem die Karte vom Aufsichtspersonal eingescannt war. Keine Wartezeit. Nach rund zwei Stunden war ich durch und beinmäßig schon ziemlich schlapp. Da tat eine kleine Rast im Garten vor dem Museum gut. Und welch Wunder, ich bekam meine ersten Tulpen in den Niederlanden zu Gesicht. Im Hintergrund sieht man ein nettes Wasserspiel, das in regelmäßigen Abständen Personen auf einer Plattform mit Wasserfontänen umschließt. Wehe, wenn man zur falschen Zeit die Plattform verlassen will.

Tulpen in Amsterdam

Wenige hundert Meter weiter wartete das Van Gogh Museum auf meinen Besuch, und das ist wörtlich gemeint. Hier erfolgt der Einlass per Online-Ticket zu einer vorgegebenen Zeit, dies gilt auch bei der NLMK, nur mit dem Unterschied, dass man dann nichts bezahlen muss. Witziger Marketing-Gag: Vor wenigen Tagen bekam ich per Mail ein personalisiertes Video, in dem junge Leute meinen Namen auf Schildern hochhalten und zu verstehen geben, dass sie (bzw. das Museum) sich auf mein Kommen freut.

Danach gaben mir meine Füße unmissverständlich zu verstehen, dass jetzt eine längere Sitzpause fällig ist. Dank des guten Wetters nutze ich hierzu den Platz an der Wiese beim Van Gogh und Stedelijk-Museum. Aber nach einer dreiviertel Stunde wurde es ungemütlich, da die Sonne sich hinter düsteren Wolken versteckte und gleichzeitig ein heftiger kühler Wind aufkam.

Also nahm ich als letztes Museum für heute das städtische in Angriff. Gut eine Stunde später trat ich dann den Rückzug an, hatte auch Glück, dass nicht nur die Tram sofort zur Stelle war, sondern ich gerade rechtzeitig zur Einfahrt der Fähre am Centraal ankam. Die Sonne hat sich sowohl auf dem Heimweg wie auch hier am Platz wieder gezeigt, der Wind blieb uns aber noch länger erhalten.

I AMsterdam Selfie mit Stellplatzhintergrund

Soviel für heute

Euer Atze