Lüneburger Heide Tour Sommer 2018 # 6

Hallo Mitleserinnen und Mitleser,

da es bei einer Außentemperatur von 13 Grad über Nacht auch im Womo mit ausgefallener Heizung lausig kalt geworden war, entschloss ich mich, schon weit vor der Öffnung zum Internationalen Mühlenmuseum Gifhorn zu fahren. Solaranlage und vor allem die Lichtmaschine sorgten dafür, dass der Strom wieder so leistungsfähig war, dass die Heizung ansprang und nach kurzer Zeit auch warme Luft in den Wohnraum abgab, unterstützt natürlich durch die Fahrzeugheizung, die ich ebenfalls hochgedreht habe.

Zusammen mit Jacke konnte ich so am Parkplatz die Restzeit bei angenehmer Wärme überbrücken. Die Sonne war hier leider keine große Unterstützung, da der Himmel bedeckt und gelegentlich auch undicht.

Kurz nach 9 habe ich meinen Womo-Händler kontaktiert, um mit ihm die möglichen Ursachen zu erörtern und vor allem abzuklären, ob ich auf der Rückfahrt zum Check und ggf. Reparatur vorbeikommen kann. Dies würde mir nämlich rund anderthalb Stunden Anfahrzeit ersparen und wäre, da sowieso unweit der A7-Route bei der Rückfahrt ein Aufwasch. Hoch anrechnen muss ich MW Caravaning in Möttingen (an der Romantischen Straße Nähe Nördlingen), dass sie mir so kurzfristig einen Termin anboten und ich in der Nacht auf Mittwoch dort einen Zwischenstopp einlegen kann. Die Ferndiagnose lautete auf Zusammenbruch der Wohnraumbatterien, was sich dann am Mittwochmorgen auch nach Messungen bestätigt hat. Der Tausch der beiden Batterien mit jeweils 92 Ah hat dann allerdings mein Budget auch mit knapp 700 € belastet. Bei der Gelegenheit wurden dann auch die LED-Birnchen im Himmel meines Wohnraumbades komplett durch welche mit einem Widerstand ausgetauscht, den 3 hatten bereits vor der Zeit ihren Geist aufgegeben (war noch eine Garantieleistung. Danke).

 

Tag 8 Montag 27.08.2018
Gifhorn  /  Uelzen  /  Salzhausen

So mit Termin abgesichert ließ sich dann der Besuch des Internationalen Mühlenmuseums Gifhorn gleich deutlich entspannter angehen und es tat dem informativen und sehenswerten Besuch auch keinen wirklichen Abbruch, dass das Wetter wenig Sonne und stattdessen gelegentlichen Sprühregen beisteuerte. Siehe hierzu den gesonderten Beitrag.

In Uelzen wollte ich nur den bekannten Hundertwasser-Bahnhof ansehen, da die Stadt nahezu vollkommen kriegszerstört nach mehreren Berichten wohl nicht gerade vor Attraktivität überschäumte. Leider erfüllte aber auch der Bahnhof nicht wirklich meine Erwartungen, die vielleicht nach dem Durchlesen anderer Berichte etwas zu euphorisch waren. Meines Erachtens hätte sich die Bahn auch etwas mehr anstrengen können, als nur ihr gewohntes Corporate Design mit eckigen Formen und sachlicher Typografie der umgebauten und aufgehübschten Architektur überzuziehen.

So war ich relativ bald auf dem Weg zu meinem heutigen Stellplatz. Da Salzhausen nur 16 km von meinem letzten Tourziel Lüneburg entfernt liegt, entschloss ich mich dorthin zu fahren, in der Annahme, dass ich dort ausnahmsweise einen der 4 Stromanschlüsse für mich okkupieren könnte, da nach meinen bisherigen Erfahrungen am mittelspäten Nachmittag dort noch kein Andrang herrscht. Weit gefehlt. Zu meiner Überraschung standen schon 5 Mobile, glücklicherweise war aber noch ein Stromanschluss verfügbar. Diesen auch sogleich angezapft und festgestellt, dass vom vorigen Benutzer noch gut 3 Stunden bzw. 0,3 kWh verfügbar waren. Leider war dann Letzteres schneller verbraucht und die Landstromanzeige vorzeitig erloschen, so dass ich den Automat mit dem eigenen € für 12 Stunden bzw. max 4 KWh fütterte, wohl wissend, dass dies nicht bis zum Aufstehen reichen würde. Aber so wollte ich erstens meine Verbraucher am Abend absichern und vor allem die Batterien mal so richtig aufladen.

Die frühe Ankunft am Stellplatz gab mir dann auch ausreichend Zeit, um meine Fotos zu checken und weitere Berichte für die Webseite zu verfassen.

Soviel für heute

Euer Atze