Lüneburger Heide Tour Sommer 2018 # 1

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Hallo Mitleserinnen und Mitleser,

mit dieser Tour in die Lüneburger Heide will ich einen weißen Flecken in meiner persönlichen Deutschlandkarte mit bunten Eindrücken tilgen. Wie nicht anders von mir zu erwarten, schaltete ich einige Kunstziele im Norden vorneweg und vielleicht lass ich die Tour auch mit weiteren Kunstzielen Richtung Heimat ausklingen, also mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Über die Kunst will ich mich an dieser Stelle nicht näher auslassen, da zumindest die sehenswerten Etappen in Husum, Büdelsdorf und Hamburg eigene Beiträge unter Kunst bzw. Fotografie bekommen haben.

Tag 1 Montag 20.08.2018
Husum

Nach einer mit zwei kleinen Pausen knapp neunstündigen Fahrt bin ich ohne Staus Nachts gegen halbelf in Husum eingefahren und hab auf dem

Parkplatz Neue Freiheit Husum
Adolf-Brütt-Straße 29, 25813 Husum
N 54.48528, E 9.05111 / N 54°29’07“, E 9°03’04“
angeblich 10 Pl. auf Parkplatz, kostenlos, keine V/E, 650m Zentrum

mein Nachtquartier aufgeschlagen. Rund 30 PKW standen bereits, Womo-Reservierungen konnte ich keine ausmachen. Bei der Einfahrt sind Womos auch nicht ausdrücklich erwähnt, lediglich bzgl. LKW steht der Hinweis, dass diese nächtens nur stehen dürfen, wenn kein Kühl- oder Stromaggregat im Spiel ist. Bis Mitternacht sind noch etliche PKW abgefahren und im Verlauf der Nacht weitere 3 Womos und 2 LKW eingetrudelt, die sich weit verteilt platziert haben. Ansonsten eine sehr ruhige Nacht.

Tag 2 Dienstag 21.08.2018
Husum  /  Büdelsdorf / Hamburg

Für Husum habe ich mir die Zeit bis Mittag eingeräumt um einerseits der Kunst zu frönen und andererseits einen Eindruck von der Stadt zu bekommen. Mit dem Rad bin ich die knapp 5 Minuten bis zur Touristinfo gefahren und habe mich mit einschlägigen Informationen eingedeckt. Auf dem Markt konnte ich mein Rad an einen der zahlreichen Fahrradständer anschließen und habe das Zentrum zu Fuß erkundet. Hierbei hat mich ein älterer Husumer beobachtet, der von meinem E-Bike ganz angetan war und mich auch gleich in ein nettes Gespräch verwickelte, Familiengedöns ausplauderte und auch übers Womoreisen mehr erfahren wollte. Bei der Gelegenheit habe ich ihn auch gleich über die Husumer Sehenswürdigkeiten ausgefragt. Neben dem Schloss und dem Markt hat er mir insbesonders den Hafen nahegelegt und – sollte ich eine maritime Ader haben – einen Besuch des dortigen Schifffahrtsmuseums Husum. Mangels Ader und vor allem Zeit habe ich mir dies aber verkniffen.

Das Bio-Eis, welches ich mir nach dem Rundgang am Markt genehmigte, hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Ob es eventuell an geringerer Zuckerzugabe lag oder fehlenden Geschmacksverstärkern, blieb mir verborgen, aber bis aufs Schokoladeneis fehlte den anderen drei Sorten die geschmackliche Note.

Zum Nissenhaus und Schloss vor Husum (siehe Bilder oben) verweise ich auf meinen Beitrag Husum ist auch künstlerisch eine Reise wert.

Nachdem ich nachmittags noch einen Abstecher zur Büdelsdorfer NordArt gemacht hatte, gelang mir eine weitgehend staufreie Fahrt während des Berufsverkehrs nach Hamburg, wo ich die Vernissage einer Cartoon-Ausstellung besuchte. Mit Vernissagen habe ich es ja normalerweise nicht so, in diesem Fall versprach aber der Laudator Piet Klocke, ein begnadeter Kabarettist und Sprachjongleur in der Spur eines Werner Finck, einen genussvollen Abend – und die Cartoons trugen ihrerseits auch erheblich zum Vergnügen bei.

Tag 3 Mittwoch 22.08.2018
Hamburg  /  Salzhausen

Genächtigt habe ich wieder bei meinem erprobten Straßenparkplatz Hochrad/Ecke Marxsenweg in Klein Flottbek. So konnte ich einerseits noch vortrefflich in Ton’s Pferdestall gegenüber speisen und anderntags mit einer Tageskarte nach Hamburg reinfahren (ca. 25 reine Fahrzeit, wenn aufgrund Busverspätung der Anschlusszug nicht verpasst worden wäre – glücklicherweise fährt die S-Bahn ab Klein-Flottbek alle 10 Minuten ins Zentrum (Jungfernstieg / Rathaus) bzw. Hauptbahnhof.

Die Ausstellungstour durch 6 Häuser und 7 Ausstellungen hat meine Füße allerdings auf eine leidvolle Probe gestellt. Highlight des Tages war wieder einmal ein Eis vom Kiosk am Rathausplatz.

Am späten Nachmittag habe ich meine eigentliche Tour in und durch die Lüneburger Heide angetreten und bin zum Womostellplatz Salzhausen gefahren (s. Stellplatz-Beitrag). Dort habe ich als erstens meinen Füßen die Wohltat von Pferdebalsam zukommen lassen, was ihnen sichtlich gut getan hat, da sie sich rasch von ihrer roten Tönung verabschiedeten und mir auch weitere Schmerzsignale ersparten.

Den Abend verbrachte ich mit Lesen und Pflege der Webseite, da dem anvisierten Krimi leider der fehlende Satellitenempfang entgegenstand.

Soviel für heute

Euer Atze