Lieselotte von Faber. Malen im Verborgenen

bis 3.10.2021 (Verlängerung geplant – im Terminkalender ausgewiesen, auf der Ausstellungsseite noch nicht geändert)

Lieselotte von Faber. Malen im Verborgenen
Retrospektive eines faszinierenden malerischen Lebenswerks

Städtische Galerie in der Badstube Wangen im Allgäu

Als die Künstlerin 2014 mit 94 starb, war ihr malerisches Werk der Öffentlichkeit völlig unbekannt. Zunächst besuchte Lis Müller in ihrer Heimatstadt Nürnberg die Kunstgewerbeschule, bevor sie an die Kunstakademie München wechselte. Die Geburt einer unehelichen Tochter führte 1941 zum Zerwürfnis mit den großbürgerlichen Eltern. Nach dem Krieg setzte sie das Studium in der Klasse für angewandte Grafik und Schriftkunst fort und war freiberuflich tätig, entwarf u.a. Dekore für die Porzellanmanufaktur Nymphenburg sowie eine erfolgreiche Porzellanserie „Lis Müller“ bei Rosenthal. Die Heirat von Helm von Faber 1960 führte neben dem Namenswechsel zu einem Rückzug ins Private und Wohnortwechsel letztendlich nach Oberammergau. Dort entstand das nun gezeigte künstlerische Lebenswerk, welches Einflüsse der Wegbereiter der Klassischen Moderne August Macke und Paul Klee nicht leugnen kann. Sehr sehenswert.