KunstEventTour Juli 2017 # 6

Hallo Mitleserinnen und Mitleser,

über den

Tag 9 Montag 10.07.2017 – Kunst-Event-Tour documenta Kassel / Skulptur Projekte Münster
Dülmen

gibt es nichts zu berichten, lediglich sind Ergänzungen zum Stellplatz zu machen. Der lag natürlich in Dülmen, wie es in der Ortsaufzählung auch benannt war. Als sich am Montagmorgen der Platz lichtete bin ich dorthin gewechselt und blieb auch bis Dienstagmorgen allein, wenn man von ein paar Entsorgungsanfahrten absieht. SAT-Empfang hat man wegen der Schattenbäume weder auf meinem ursprünglichen noch auf dem eigentlichen Womo-Stellplatz, es sei denn in der schattenlosen linken Fahrzeugreihe. Die Anfahrt erfolgt übrigens durch das Gelände der davor liegenden Tankstelle. Platz und WC-Entsorgung sind kostenfrei, Strom und Wasser (auch das gesonderte Tankspülwasser) sind zu bezahlen. Direkt hinter dem Platz (50m) ist ein kleines Einkaufszentrum mit ALDI, LIDL, Deichmann & Co sowie zwei Backläden (einer hat ab 6.30 h geöffnet). Leider hört man von der Tankstelle oder dem Gewerbeviertel fortwährend irgendwelche leiseren Geräusche. Nicht gerade idyllisch, aber für lau.

 

Tag 10 Dienstag 11.07.2017 – Kunst-Event-Tour documenta Kassel / Skulptur Projekte Münster
Dülmen / Holzwickede / Wuppertal / Wertheim

Am Sonntagnachmittag kurz vor Dülmen leuchte am Armaturenbrett das orange Symbol, dass die Bremsbeläge mindestens an einem Rad bald eine Erneuerung nötig haben. Ich vermute, dass mein Malheur im Herbst mit dem hängen gebliebenen Tempomat bzw. Gaszug, welche ich temporär bis zur Lösung nur mittels Bremse bändigen konnten, einen erhöhten Verschleiß verursacht hat. Sicherheitshalber habe ich heute gleich in der Früh bei meiner zukünftigen Fiat-Werkstatt im Hörvelsinger Weg in Ulm angerufen. Der Werkstattmeister war sehr freundlich, hat Befürchtungen bzgl. Fortsetzung der Fahrt zerstreut und mir versichert, dass ich nach Rückkehr kurzfristig einen Termin bekomme. Wollen wir es hoffen, da einige kürzere Touren und evtl. wieder eine längere anstehen.

Die Rückfahrt dient neben dem eigentlichen Zweck vor allem dem Besuch von ein paar Ausstellungen, die auf der Route liegen. Erstes Etappenziel war Haus Opherdicke / Kreis Unna in Holzwickedewww.kreis-unna.de.

Dort hat sich der Kreis in einem ehemaligen Ritteranwesen eine Begegnungs- und Ausstellungsstätte eingerichtet, die allerdings nur noch bin 23.07.17 eine umfassende Retrospektive von Josef Scharl zeigen. Nach der Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg hat er zunächst seine künstlerische Akademieausbildung begonnen, diese aber später abgebrochen und autodidaktisch fortentwickelt. Im gelang ein sehr eigenständiger Stil zwischen Expressionismus und Sachlichkeit und plakativer Farb- und Flächenanwendung. Nachdem er in der Weimarer Zeit rasch Erfolge vorweisen konnte, erhielt er schon kurz nach der Machtergreifung Ausstellungs- und Malverbot. Mit Unterstützung des befreundeten Albert Einstein gelang ihm zeitig die Ausreise in die USA, zunächst eigentlich nur wegen einer Ausstellung in New York – Deutschland sah ihn aber nie wieder. Den schönen Katalog habe ich natürlich voller Begeisterung erworben, zumal Fotografieren leider untersagt war.

Weiter ging die Fahrt nach Wuppertal, genauer zum Bahnhof Oberbarmen. Dort gibt es P+R-Parkplätze, außerdem ist dies die Endstation der Schwebebahn. Absurd ist allerdings das Parkkonzept der Stadt. Während die Querstellplätze in PKW-Länge zeitlich kostenlos sind, sind die gegenüberliegenden Längsparkplätze ohne räumliche Begrenzung nur mit Parkscheibe für 2 Stunden kostenlos. Mit der üblichen Halbstundenaufrundung kam ich auf fast 2,5 Stunden Parkzeit und habe diese dann auch nur minimal überzogen. Mit Oberbarmen habe ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, einerseits die erste Schwebebahnfahrt in meinem Leben und andererseits dürfte in der Kernstadt kein Womoplatz zu finden sein. Laut Parkleitsystem gibt es zwar zahlreiche Parkhäuser, jedoch kaum Parkplätze und wenn, sind diese sehr übersichtlich. Mit der Schwebebahn bin ich für 2,70 € Einzelfahrt bis zum Hauptbahnhof geschwebt, von dort sind es ca. 5-6 Minuten bis zum Von-der-Heydt-Museum Wuppertalwww.von-der-heydt-museum.de.

Neben der sehenswerten Sammlung des Namensgebers (Kunst vom Mittelalter bis zum Expressionismus, auf dem wie auf dem Impressionismus ein Schwerpunkt lag, wird derzeit eine Retrospektive Adolf Erbslöh. Der Avantgardemacher gezeigt. Ich hatte im Tourbericht # 5.0 bereits über die Ausstellung in Murnau (bis 02.07.17) berichtet und auf die Ausstellung in seiner Geburtsstadt Barmen (heute Ortsteil von Wuppertal) hingewiesen. Eine üppige Ausstellung und ein ebensolcher Katalog. Seinen Bildern sind Werke seiner Weggefährten Macke, Marc, Kandinsky, Münter, vor allem Jawlensky u.a., aber auch seinen Anregern Cezanne, Picasso, den Fauves und seines Studien- und Lebensfreundes Kanoldt beigestellt. Ich kannte zwar Erbslöh schon vorher, jedoch nicht in der Breite seines Werkes. Außerdem tat er sich als Organisator von Ausstellungen und Kontakten zu Sammlern hervor und kaufte auch selbst von seinen Künstlerkollegen etliche Werke, was ihm sein gut betuchtes Elternhaus ermöglichte. Sein eigenständiger späterer Stil nach Phasen des Impressionismus und Pointilismus macht sein Werk unverwechselbar in einer Synthese von expressiver Farbigkeit, reduziertem Kubismus der Formen und einer starken Hinwendung zum verdichteten Landschaftsbild. Trotz der Fülle auch sehr ähnlicher Motive empfand ich es in keinem Moment langweilig.

Zunächst stehend ging es mit der Schwebebahn zurück. Dabei empfand ich das Schwingen der Kabine deutlich stärker als bei der Hinfahrt, zarte Gemüter könnten Seekrank werden. Alternative P+R auf diesem östlichen Streckenabschnitt sind übrigens Adlerbrücke und Unterbarmen. Vom Westen her kommend ist die Endstation Vohwinkel mit dem größten P+R-Platz gesegnet.

Optional stand auf der Weiterfahrt noch eine Besichtigung der Slg. LambrechtSchadeberg / Museum für Gegenwartskunst Siegen / www.mgk-siegen.de auf dem Programmzettel. Dort wird jährlich der Rubens-Preis an einen arrivierten Künstler oder Künstlerin in Gedenken an den berühmten Sohn der Stadt verliehen, verbunden mit einer Ausstellung. Aus dieser kauft seit Anfang an die Sammlerin mindestens ein Werk, manchmal aber auch Werkgruppen. So soll Siegen die größte Francis Bacon Sammlung vorweisen.

Mir stand dann aber doch nicht der Sinn nach weiterer Kunst, sondern – auch weil die heutige Nacht wegen einer leichten Rachenentzündung etwas unruhig und kurz war – nach der direkten Anfahrt von Wertheim, wo ich endlich die schon mehrfach verpassten Museen aufsuchen wollte.

Ursprünglich wollte ich den Parkplatz beim Schlösschen im Hofgarten gegenüber etwas außerhalb von Wertheim zum Übernachten nutzen; da dort aber ausdrücklich ein nächtliches Verbotsschild angebracht war, bin ich doch zum P4 an der Tauber (bzw. Main, weil die Mündung befindet sich etwa auf Höhe des PKW-Parkplatzes) weiter gefahren (49°45’52.4″N 9°30’45.1″E / 49.764556, 9.512521 / Linke Tauberstraße (Zufahrt direkt in der Linkskurve vor der Tauberbrücke, ca. 50 Plätze). Dieser ist im hinteren Bereich unter der Durchgangsstraße für Womos reserviert. Kosten für 24h: 3 € + 2 € Kurtaxe. Der Platz ist mit einer Sani Station ausgestattet, ob auch Strom bezogen werden kann, habe ich nicht eruiert (sieht aber auf den ersten Blick nicht danach aus). So nutzte ich die überraschende Stadtnähe noch zu einem abendlichen Fahrradausflug sowie zu einem Abendessen auf einer Tauberterrasse sowie einem Eis zum Mitnehmen (3 große Kugeln spottbillig für 2,40 € und wohlschmeckend).

Der Platz ist aber nichts für Lärmempfindliche oder jene, die es lauschig haben wollen. Zwar fließt der Main nur von Grünstreifen und Radweg getrennt vorbei und man kann gemütlich den Lastkähnen und sonstigen Schiffen zuschauen und man hat einen schönen Blick auf Stadt und Burg, aber von der den Platz überspannenden Brücke der Hauptverkehrsader L2310 ist der Straßenverkehr (Motor- und Rollgeräusche) unüberhörbar. Am frühen Morgen kam dann noch der Lärm von LKW hinzu, die durch den Platz fuhren um im hinteren Areal Erdreich zu transportieren.

Ob es in diesem Sinne doch sinnvoller gewesen wäre, den kostenfreien Stellplatz bei der Erwin Hymer World, Hymerring 1 (Wertheim-Village Outlet-Center), anzufahren, bleibt im Raum stehen. Da er direkt neben der A3 liegt, könnte es evtl. auch nicht ruhiger sein, sicher aber mit unattraktiverem Ausblick.

 

Tag 11 Mittwoch 12.07.2017 – Kunst-Event-Tour documenta Kassel / Skulptur Projekte Münster
Wertheim / Kloster Bronnbach / Künzelsau / daheim

So zeitig aus dem Bett gelärmt und gerüttelt war ich relativ zeitig in der Stadt zum Sightseeing unterwegs. Aber während die Einheimischen erst noch dabei waren, ihre Läden auf die Straße zu erweitern, waren die Straßen schon durch zahlreiche vor allem geführte Besuchergruppen verstopft. Fahrradfahren ist in der Fußgängerzone sowieso untersagt, aber selbst das Schieben wurde lästig, weil hunderte meist smartphone-fotografierende Touris den Durchgang in die meist sehr engen Gassen behinderten. Und ich wollte ja auch fotografieren. Also Fahrrad festgebunden und dann versucht, ein paar interessante Blicke auf die malerische Altstadt zu erhaschen, ohne allzu viele der Mitschauenden ins Bild zu bekommen.

Eigentlich kein einladendes Fotografiewetter. Der Himmel sehr verhangen und wenig Licht spendend, was natürlich in der engen Bebauung noch dürftiger ausfiel. Also eher flaue diesige Farbgestaltung. Dies und vor allem der einsetzende Regen um die Mittagszeit hat dann verhindert, dass ich meine Absicht realisierte und mit dem Stadtbähnchen zur Burgruine Wertheim hochfuhr. Bei gutem Wetter sicher eine schöne Perspektive auf Wertheim und das Main-Tauber-Tal. Also nochmal ein Grund, nach Wertheim zu kommen.

Um 10 Uhr stand ich dann pünktlich zur Öffnung im Grafschaftsmuseum + Otto-Modersohn-Kabinett  / www.grafschaftsmuseum.de. Von dem Otto Modersohn und seiner dritten Ehefrau Louise Modersohn-Breling gewidmeten Kabinett habe ich mir ehrlich gesagt mehr versprochen in Ergänzung der teilweise beeindruckenden Bilder in Fischerhude und Worpswede. Entstanden waren die dort gezeigten Werke während mehrmonatigen Aufenthalten über mehrere Jahre in der Mainregion sowie bei Durchreisen zum Zweitwohnsitz im Allgäu. Überwiegend handelt es sich um Studien, die gleichzeitig einen Stilwandel in jener Zeit dokumentieren. Wirklich eine Entdeckung war jedoch das zeichnerische Werk von August Futterer, der allerdings zu seiner Zeit (Jahrhundertwende ins 20. Jh.) hinter der Bekanntheit und dem Ansehen seines ebenfalls in München lebenden Bruders Josef Futterer zurück stand. Das was von diesem an Gemälde gezeigt wird, hat mich nicht begeistert. Allerdings war er in München wohl als herausragender Mundharmonikaspieler (Maulhobl) und schlagfertiger Unterhalter noch angesehener als wie durch seine Bilder, konnte sich aber ein ansehnliches Vermögen erwirtschaften (im Gegensatz zu beider glückloser Vater, der es Jahre zuvor daheim im Wertheimer Land (Mondfeld) und in München zu nichts gebracht hatte und sich in seiner Not und Verzweiflung das Leben genommen hatte). August Futterer hat von seiner zeichnerischen Arbeit auch ein gutes Auskommen gehabt, war im Gegensatz zum Bruder ein eher zurückhaltender Mensch, aber mit viel Humor und treffsicherem Witz ausgestatteter Karikaturist. Er hat weit über tausend Zeichnungen für die Satirezeitschrift Meggendorfer Blätter beigesteuert, von denen im Museum etliche im Original zu sehen sind. Mit feinem Strich legte er als Meister der Schraffur vermeintliche Halbtöne in die verschmitzten Alltagsszenen, dass manche fast wie Fotografien wirken. Ansonsten werden im Museum noch andere Künstler mit Wertheim-Bezug kurz vorgestellt, u.a. einer, der zu den bekanntesten Scherenschnittillustratoren des ausgehenden 19. Jh. gehört hat und zahlreiche Märchen- und Sagenbücher bildhaft veredelt hat (Name leider wieder vergessen). Im Übrigen dient das Grafschaftsmuseum der historischen Darstellung von Wertheim und Umgebung, die mich kaum interessiert hat.

Wer sich für Glaskunst interessiert, sollte nur wenige Meter entfernt das Glasmuseum Wertheim / www.glasmuseum-wertheim.de besuchen. Mir stand nicht der Sinn danach.

Stattdessen bin ich bei einsetzendem Nieselregen zum Stellplatz zurückgefahren und dann mit dem Womo zum etwa 10 km entfernten Kloster Bronnbach, wo mich eine schöne Klosteranlage und noch trockenes Wetter erwartet hat. Nach Besichtigung der Außenanlage, der Schlossgärten und Orangerie (leider mit schon leicht verfallenem Außengemälde) habe ich mir dort die noch bis 30.07.17 gehende Sonderausstellung in der Neuen Galerie Kloster Bronnbach / www.kloster-bronnbach.de der russisch-stämmigen und heute in Wiesbaden lebenden Künstlerin Julia Belot. Pflanzenwesen angesehen. Ihre in einer zarten Farbigkeit dort präsentierten Pflanzenwelten mit gelegentlicher tierischer oder menschlicher Staffage sind Kunst fürs Auge und Gemüt und sprechen sicher nicht jeden an, mich schon sehr stark. Obwohl in Öl gefertigt wirken viele der Bilder eher wie hingetupfte Aquarelle.

Kaum aus dem Kloster heraus, hatte mich der Regen fast eingeholt. Als ich im Womo saß, prasselte es richtig los. Gut, dass das weitere Tagesprogramm weitgehend unter Dach stattfinden sollte. Als letzte Wertheimer Station suchte ich das schon erwähnte Schlösschen im Hofgarten / www.schloesschen-wertheim.de auf. Neben der ständigen kleinen Ausstellung aus drei Sammlungen (Berliner Secession, klassizistischer Pariser Porzellan sowie Gemälde Heidelberger Romantiker) wird dort noch bis 20.08.17 eine Sonderausstellung „Meine Waffen: Pinsel, Kohle, Feder…“ – Der sozialkritische Maler und Mitbegründer der Berliner Secession Hans Baluschek (1870 – 1935) und sein Künstlerfreund Martin Brandenburg (1870 – 1919) gezeigt. Während ich die Sammlung schon in mehreren Teilpräsentationen gesehen hatte, hat die Wechselausstellung meine Erwartungen eher nicht erfüllt.

Am Rande habe ich allerdings für etwas Aufregung und Irritation gesorgt. Am Womo-Stellplatz hing neben dem Parkzettelautomat nämlich die Kurtaxe-Verordnung der Stadt aus und zu meiner eigenen Verblüffung las ich dort den Hinweis, dass die Kurtaxe/Kurkarte bei verschiedenen Institutionen wie z.B. im Grafschaftsmuseum eine Ermäßigung von 50 Cent ergibt, beim Schlösschen der Eintritt damit jedoch völlig kostenfrei sei. Davon war die Kunde nie bis zum Schlösschen-Personal gedrungen, offenbar hat auch noch kein Gast dies reklamiert. Nachdem sie es mir zunächst nicht glauben wollten, bezahlte ich den Behinderteneintritt (ohne weitere Ermäßigung natürlich), fand anschließend aber auf der Webseite der Stadt die Verordnung und machte die Damen mit diesem Beweisstück bekannt. Folge: Heftige Telefonate zwischen Kultur- und Gästeamt und die Rückerstattung des Eintritts. Mal sehen, ob die Stadt nun ihre Ermäßigungspartner über die seit 2012 bestehende Verordnung informiert oder es zu einer Änderung der Regelung bzgl. des Schlösschens kommt. Wirklich nachvollziehbar ist für mich der dortige völlige Eintrittsgeldverzicht nicht, wenn er bei den sonstigen städtischen Institutionen nur 50 Cent ausmacht.

Da ich bei weiters starkem Regen kurz nach 15 Uhr wieder im Womo saß, entschied ich die Heimfahrt  nicht über die Autobahn fortzusetzen, sondern querfeldein über Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim und Künzelsau nach dem dortigen Gaisbach fortzusetzen, wo anlässlich des 80. Geburtstages nicht nur ein neues Kommunikations- und Kulturforum Carmen Würth, sondern das Museum Würth Künzelsau / www.kunst.wuerth.com im dortigen Verwaltungsbau noch bis 08.10.17 die Ausstellung Allerlei Entdeckungen. Einblicke in die Sammlung Carmen Würth präsentieren. Obwohl die Sammlung ein sehr disparates Bild abgibt (oder vielleicht gerade deshalb), hat sie mir in weiten Teilen sehr gut gefallen, während andere Werkgruppen mich nicht angesprochen haben. Auffallend sind aber auch von einzelnen Künstlern größere Werkgruppen, so z.B. von Gabriele Münter oder den zeitgenössischen Mario Fallani bzw. Eda Kadirić, die sich einer feinsinnigen gegenständlichen Malerei verschrieben haben. Deutlich zum Ausdruck gebracht wird in der Ausstellung auch das soziale Engagement der Ehefrau von Reinhold Würth vor allem zur Förderung und Integration Behinderter, ausgelöst durch die eigene familiäre Erfahrung mit ihrem jüngsten Kind.

Obwohl die Rückfahrt dann noch zu weiten Teilen von starkem Regen begleitet war, war ich auch mit dem letzten Tag meiner Tour zufrieden und genoss dann nach dem erstmals wieder selbst gekochten Essen ein ausgiebiges Bad.

Beste Grüße für diesmal

Atze