Jeanne Mammen

bis 30.08.2020

Jeanne Mammen.
Alles zu ihrer Zeit

Kunsthaus Stade

Herauszuheben ist besonders die zeichnerische Begabung der Berliner Künstlerin, wie sich nachdrücklich an der umfangreichen digitalen Präsentation ihrer Skizzenbücher zeigt. Aber auch ihr malerisches Werk verleugnet die Linie als bestimmendes Element nicht. Ihr gelingt es, mit wenigen Konturlinien einen Ausdruck, eine Szene treffend wiederzugeben. Damit macht sie sich vor allem in der Weimarer Zeit einen Namen. Wie für viele fortschrittliche Künstler*innen ihrer Zeit kommt der Bruch der Karriere nach 1933, da viele der Publikationen, für die sie gearbeitet hat, entweder eingestellt oder gleichgeschaltet werden und kaum mehr Arbeitsgrundlage bieten. In dieser Zeit lernt sie bei einem Paris-Besuch das Werk von Picasso näher kennen und verarbeitet diese Anregungen in ihrem eigenen Stil, wird kubistischer, ja sogar abstrakter. Eine Künstlerin, die ein begeisterndes Werk hinterlassen hat.