Das Wohnmobil ist meins

Das Wohnmobil ist meins (20.05.2016)

 

Hallo an alle,

die an meinen Wohnmobilüberlegungen Anteil genommen haben und insbesondere an diejenigen, die mir mit guten Ratschlägen beiseite gestanden sind, auch wenn ich manche davon bewusst oder wegen der Umstände in den Wind geschlagen habe.

Seit heute ist der VanTourer 600 L Comfort meiner, d.h. heute Vormittag habe ich ihn angemeldet und heute Nachmittag dann beim Händler in Möttingen (bei Nördlingen) abgeholt. Die Lage des Händlers ist zwar nicht um die Ecke, aber wenigstens relativ gut zu erreichen (Bahnhof fast vor der Haustür, von Ulm einmal in Donauwörth umsteigen).

Hier kurz die ersten Eindrücke von der Fahrt heimwärts:

  1. Das Ding ist trotz nur 6m und 2,05m Breite (zzgl. Spiegel beidseits) zwar deutlich kompakter als übliche Wohnmobile, aber für einen reinen PKW-Fahrer doch ein gewaltiges Geschoss. Irritierend ist das Fehlen eines Innen-Rückspiegels (in dem ich sonst gerne regelmäßig den rückwärtigen Verkehr im Blick hatte), d.h. alles muss durch die beiden Außenspiegel beobachtet werden, die aber versagen, wenn das rückwärtige Fahrzeug relativ nah an der Stoßstange klebt. Die nachgerüstete Rückfahrkamera hilft nur beim Rückwärtsfahren.
  2. Ungewohnt ist auch noch die Breitendimension beim Fahren und vor allem, dass man den rechten Außenspiegel nicht mehr aus den Augenwinkeln beobachten kann, sondern aktiv den Kopf deutlich verdrehen muss und dabei dann die Fahrbahn nicht mehr voll im Blick hat.
  3. Lästig ist, dass es dem Techniker nicht gelungen ist, das im Receiver eingebaute Navi in Gang zu bringen. Dieses fragt ständig nach dem Kartenträger – ich habe den Verdacht, dass ich diese erst auf die beiliegende MicroSD-Karte aus dem Internet herunterladen muss. Das schmalbrüstige beiliegende Handbuch ist überdies nur in Englisch, mal sehen, ob auf der CD oder im Internet was Hilfreiches zu finden ist. Gut daher, dass ich die Strecke schon zweimal mit dem PKW gefahren bin, so kannte ich die Schleichwege (die offiziell ausgeschilderte Strecke ist nämlich ein Umweg). Allerdings bin ich dabei ins Zweifeln gekommen, ob ich mit dem Womo (3,5 t) Straßen fahren darf, die für LKW gesperrt sind. Ich hab einfach mal angenommen JA.
  4. Fahrkomfort ist was anderes. So ein Ducato lässt einen die Unebenheiten der Straße deutlicher spüren als ein PKW. Es ist auch deutlich lauter, was aber zum Teil auch noch daran liegen kann, dass das Mobil noch ohne verstauten Balast ist bzw. die wenigen Shopartikel nur mehr oder minder lose ohne Dämpfung auf dem Stauraumboden unterm Bett gelegen haben.
  5. Im Zuge der knapp 100 km hat sich ein gewisser Gewöhnungseffekt schon eingestellt, so dass auch die starke Fahrbahnverengung kurz vor Hittistetten („Bitte versetzt fahren“) mich nicht mehr geschreckt hat. Auf Kriegsfuß stehe ich allerdings noch mit dem Wendekreis und dem Verhalten in engen Kurven. Einerseits merkt man eben doch, dass man deutlich höher sitzt und es stellt sich das Gefühl ein, man würde tendenziell aus der Kurve getragen (obwohl ich gefühlt deutlich langsamer war als mit dem PKW) und andererseits in Wohngebieten lief ab und an der Hinterreifen leicht über die Bordsteinkante.

Jetzt werde ich das Wochenende zum Einräumen und Fahrfertigmachen nutzen sowie zur konkreten Reiseplanung, denn am Montag soll es auf die erste Tour entlang der Romantischen Straße gehen.

 

Liebe Grüße

Arthur