Cuno Amiet. Retrospektive zum 150. Geburtstag

bis 01.07.2018     

Cuno Amiet.
Retrospektive zum 150. Geburtstag

Bromer Kunst Roggwil/BE

     Eintritt frei

Ausstellung wie die Kunstgalerie Bromer selbst sind eindeutig das Highlight meiner kleinen Frühjahrstour in die Schweiz und lassen verschmerzen, dass die staugeplagte A1 um Zürich herum die Anreisezeit mehr als verdoppelt hat.

Cuno Amiet (1868-1961) ist ein Wegbereiter moderner Kunst in der Schweiz, dessen Werk auch der deutschen Moderne Anstösse gab. Mit Ferdinand Hodler (1853-1918) lebenslang befreundet und angeregt, nahm er nach Auseinandersetzung mit dem Jugendstil und Symbolismus künstlerische Entwicklungen vor allem in Frankreich auf (1888-92  besuchte er die Académie Julian in Paris, 1892 verbrachte er ein Jahr in Pont-Aven und setzte sich mit der Kunst Gauguins und Van Goghs auseinander) und entwickelte für sich eine gegenständliche Kunst mit expressiver Farbigkeit. Beachtenswert aber auch die Darstellung einer Löwenzahnwiese aus dem Jahr 1904, die sich einer abstrakten Malerei verblüffend angenähert hat, noch bevor diese Furore machte. Insofern zeigen sich Parallelen zu Adolf Hölzel (1853-1934) und Christian Rohlfs (1849-1938) . Kein Wunder daher, das er von den deutschen Expressionisten bewundert und eingeladen wurde, Mitglied Der Brücke zu werden (1906-1913).

Die Ausstellung versammelt über 220 Werke in einem Haus, das jedem Museum zu Ehren gereichen würde. Nachfolgend einige visuelle Eindrücke aus dem Haus und vor allem dem umgebenden Park.

Parallel werden in der Blockhaus-Galerie Bilder von Sam Drukker und Skulpturen von Thomas Röthel gezeigt.