Burg Hohenneuffen

Burg Hohenneuffen

Schon die vor 1140 errichtete Kernburg steht erhaben am Albtrauf auf einem Felskegel aus Weißjurakalk und war mit einer drei Meter starken Mauer umgeben, die teilweise bis heute erhalten blieb. Ab 1543 bauten Herzog Ulrich von Württemberg und seine Nachfolger die Anlage zur Landesfestung aus. So wandelte sie sich von einer mittelalterlichen Burg zu einer Festung der Renaissance-Zeit. In kriegerischen Auseinandersetzungen konnte die Festung nie eingenommen werden, sondern lediglich freiwillig übergeben werden. Als Folge des Rastatter Friedenskongresses wurde die Festung aber in den Jahren nach 1800 dem Abbruch freigegeben und teilweise geschleift. Trotzdem ist die heutige Anlage als Festungsruine immer noch ein beeindruckendes Bauwerk und bietet bei guter Wetterlage eine beeindruckende Sicht in das Stuttgart-Reutlinger Albvorland, ähnlich der benachbarten Teck.

(c) MSV

Die Burg ist ein touristischer Hotspot in der Region und kann entweder vom Tale aus oder einem in etwa 800m entfernten erhabenen Wanderparkplatz erwandert werden (K1244, 73268 Erkenbrechtsweiler, 48°33’13.9″N 9°24’08.7″E  / 48.553846, 9.402405). Von dort fällt der Weg zunächst bis zum Burgfelsen 11 Höhenmeter ab, danach geht es aber über einen relativ kurzen aber steilen Burgweg rund 35m hinauf zur Burgebene (kam mir angesichts meines aktuell angeschlagenen Gesundheitszustands aber deutlich höher vor). Oben erwartet die Gäste ein Gastronomiebetrieb mit Räumlichkeiten, einem ausgedehnten Biergarten sowie eine gastronomische Aussichtsterrasse.

Eine Ebene höher ist die Flugarena der Greifvogelflugschau angesiedelt. Ein Besuch dieser Schau für relativ erträglichen Eintritt ist in jedem Fall eine schöne und interessante Belohnung für den evtl. als anstrengend empfundenen Aufstieg. In einem launigen und informativen Vortrag erfährt man vom Falkner historisches zur Falknerei, seinen Anforderungen und heutigen Stellenwert für den Vogel- und Naturschutz und kann den schnellen Vögeln bei ihren Flugmanövern zusehen. Besonderes Merkmal dieser Flugschau ist die Vielfalt der präsentierten Vögel vom relativen Winzling bis zu den mächtigen Adlern.

(c) MSV

Nähere Informationen  bietet die offizielle Seite der Staatlichen Schlösser und Gärten des Landes Baden-Württemberg, die Webseite des Burgrestaurants Hohen Neuffen sowie auf der Seite des Falkners Wolfgang Weller(Etwas verwunderlich ist, dass sich die Schlösserverwaltung über dieses Angebot aktuell ausschweigt, wohingegen das Burgrestaurant einen Gasthinweis auf das Event bietet.)