Belgien KunstWomoTour 2018 # 4

Hallo Mitleserinnen und Mitleser,

nach Verbandwechsel brach ich zu meinen Kunststationen für den Samstag auf.

 

Tag 5 Samstag 22.09.2018
Machelen-aan-de-Leie (Zulte) / Deinze / Deurle / Gent / Bellem (Aalter)

Drei Städte im Süden Gents zeigen derzeit die Biennale van de Schilderkunst ‚Over landschappen‘ /
Biennale der Malerei. Über Landschaften
, nämlich die Museen in Machelen-aan-de-Leie (Zulte) / Deinze / Deurle. Dort besichtigte ich dann noch das letzte Wohn- und Atelierhaus von Gust De Smet, einem führenden Vertreter des Flämischen Expressionismus.

In Gent stellte ich das Womo am Gent Camping Parking / P + R Watersportbaan Gent, Zuiderlaan, (51°02’58.3″N 3°41’14.0″E) ab. Dort gibt es zahlreiche gebührenfreie Plätze und längere Fahrzeuge können entlang der Straße abgestellt werden. Der Platz ist aber nur zum Parken und nicht zum Übernachten konzipiert, daher auch ohne V/E. Gegenüberliegend fahren von den Stationen Gent Topsporthal Vlaanderen oder Gent Huis Van De Sport die Buslinien 38 / 39 in die Innenstadt. Eigentlich wollte ich die etwas mehr als 4 km mit dem Fahrrad fahren, da es aber zwischenzeitlich wieder – wenn auch nur schütter – zu regnen begonnen hat, zog ich den Bustransfer vor.

Vom Korenmarkt spazierte ich dann trotz Niesel an der Sint-Niklaaskerk, dem Belfort und Theater vorbei zur Sint-Baafskathedral mit dem berühmten Genter Altar (Anbetung des Lamm Gottes) der Gebrüder Hubert und Jan van Eyck. Ein Meisterstück.

Mit Blick auf die Uhr entschied, dass ich mir angesichts des Wetters eine weitere Sightseeingrunde verkneifen werde und stattdessen als weiteres Kunstziel das SMK Museum voor Schone Kunsten Gent ansteuern werde. Leider gab es aus der Innenstadt keine günstig erreichbare Nahverkehrsanbindung, sondern zunächst mussten erst rund 750m Fußmarsch durch die Innenstadt absolviert werden. An der Haltestelle angekommen, sah ich den Bus gerade abfahren und musste 15 Minuten im Nieselregen beschirmt warten. Das Museum hat dies allerdings belohnt. Leider musste ich danach im nun stärkeren Regen über einen Kilometer zur Bushaltestelle Richtung Womo hatschen. Hätte ich diesen Bus verpasst, wäre mein Fortkommen nur halbstündig gewesen. Mein Fazit: Bus in Gent ist nur eine Notlösung, Fahrrad wäre vielfach praktischer gewesen.

Eigentlich hatte ich das Gent-Programm auf Samstagnachmittag / Sonntagvormittag verteilt absolvieren wollen. Angesichts des trostlosen Wetters ist es nun auf einen halben Tag geschrumpft und gibt mir gleichzeitig die Möglichkeit, das Programm in Brügge an einem ganzen Tag statt ebenfalls auf zweit Halbtage verteilt zu absolvieren.

Da ich in oder bei Gent ursprünglich Übernachten wollte, suchte ich mir nun spontan einen anderen Stellplatz, nämlich bei Bellem (Aalter).

 

Tag 6 Sonntag 23.09.2018
Brügge / Bray-Dunes/F

Der Sonntag ist rasch beschrieben. Das Wetter hat sich für diesen Tag vorgenommen, Brügge und mich vollständig einzusauen. Trotzdem habe ich mich für das Fahrrad entschieden, da die Nahverkehrsanbindung auch nicht besser als in Gent zu sein schien.

Zunächst hatte ich ja die Hoffnung, dass ich am frühen Sonntagmorgen vielleicht näher an die Kernstadt herankommen könnte, habe dies aber bei der Anfahrt rasch aufgegeben und stattdessen die ausgesuchte gebührenfreie Parkzone Randparking (Parkplatz am Stadtrand) Bevrijdingslaan 33-7 (51°12’38.6″N 3°12’39.4″E   /   51.210728, 3.210946) angesteuert. Nach Wundversorgung ging es dann noch in leichtem Regen die 1,2 km zum Groote Markt. Dort versorgte ich mich mit der Musea Brugge Card für 28 € (3 Tage gültig) im Historium und Tourist Info. Nun setzte allerdings heftiger Regen ein und trotz Regenponcho war ich bald durchnässt, da der Fahrradhelm – den ich seit Tournai nun wieder konsequent auch für Kurzstrecken nutzte – konstruktionsbedingt wenig Regenschutz bietet und so das Wasser über den Hals unter den Poncho lief.

Zunächst suchte ich unweit den Platz De Burg mit dem Stadhuis auf, in dem das Brugge Museum (mit Kapelle), vor allem aber der prunkvoll ausgemalte gotische Saal zu bewundern ist. Danach bin ich ins Museumsquartier gewechselt, wo ich mich meines nassen T-Shirts entledigte und einen wärmenden Pullover überzog und nun ausgestattet mit Schirm die weiteren Stationen abschritt: Arentshuis, Groeningemuseum, Sint-Janshospital und Onze-Lieve-Vrouwekerk. Angesichts des auf- und durchdringlichen Regenwetters entschied ich mich, den Besuch des Beginenhof sowie des Onze-Lieve-Vrouw-Ter-Potterie, die beide etwas abseits in entgegengesetzter Richtung liegen, ausfallen zu lassen und stattdessen die Fahrt zum Womo anzutreten. Da der Regen gerade etwas dünner ausfiel verzichtete ich auf den nassen Poncho – leider wechselte der Nieselregen auf den knapp 1,2 km zu Starkregen, so dass ich sowas von durchnässt beim Womo ankam. Das Wasser rann mir aus T-Shirt und Hose und ich musste beide erst mal nach dem Umziehen durch die offene Seitentür auswinden, bevor ich sie im Womo zum Trocknen aufhängen konnte.

In einer gemächlichen Fahrt bei böigem Wind und heftigem Regen ging es dann zum Wohnmobilstellplatz Bray-Dunes/F beim Supermarkt Carrefour. Während bei meiner Ankunft sich das schlechte Wetter eine kurze Auszeit genommen hat, kam es bis in die späte Nacht hinein zu stürmischem Wetter, der das Womo gelegentlich ordentlich schüttelte, obwohl ich zu beiden Seiten von anderen flankiert wurde. Gleichwohl habe ich gut und ausgiebig geschlafen.

 

Tag 7 Montag 24.09.2018
Bray-Dunes/F

Das geschrumpfte Programm hat mir nun einen ausstellungsfreien Montag beschert, den ich am Strand des Ortes zum Abfassen der bisher ausgebliebenen Berichte nutzen konnte. Da es zwar heftige böige Winde den ganzen Tag über hat, aber durchgehend Sonnenschein, darf natürlich auch ein Gang an den Strand nicht ausbleiben. Hier ein paar Eindrücke.

Die Nacht verbrachte ich wieder auf den Stellplatz beim Carrefour, wo ich mich gleich noch mit Proviant für die nächsten Tage versorgte sowie einem Eis fürs Leckermaul.

 

Soviel für heute

Euer Atze