arp museum Bahnhof Rolandseck Remagen

arp museum Bahnhof Rolandseck Remagen      

Dies Hans/Jean Arp gewidmete Museum ist schon architektonisch spannend. Unten das renovierte historische Bahnhofsgebäude Rolandseck mit einem hinter die Gleise verlagerten modernen Ausstellungsbau als Verbindungsglied zu dem oben auf der Anhöhe thronenden modernen ins typisch Weiß getauchte Bau des Architekten Richard Meier – beides über einen hohen Aufzugsschacht verbunden.

In der obersten Etage wird das Werk von Hans/Jean Arp und seiner Frau Sophie Taeubner-Arp unter wechselnden Aspekten dauerhaft präsentiert. An sich bereits ein sehenswertes Oevre.

Ergänzt und dauerhaft spannend gehalten wird das Künstlermuseum jedoch durch seine Wechselausstellungen. In diesen Rahmen fließen auch seit 2009 die Werke der ehemaligen Stuttgarter Sammlung Dr. Gustav Rau ein, die dieser der UNICEF mit der Auflage vermacht hat, dass diese 18 Jahre lang der Öffentlichkeit zugänglich sein soll. Die Sammlung umfasst bedeutende Werke vom Mittelalter bis zum Spätimpressionismus.

bis zum 20.01.2019    

Im Japanfieber.
Von Monet bis Manga

Nach hunderten Jahren der Isolation öffnete sich Japan jenseits der Mitte des 19. Jahrhunderts dem Westen. Die japanische Alltagskultur, insbesondere jedoch Mode und Kunst, machte urplötzlich Schlagzeile und wurde begierig als neue Anregung aufgenommen. Besonders die Künstler des Impressionismus ließen sich nicht nur durch fernöstliche Requisiten, sondern auch durch die japanische Grafik zu neuen Bildgestaltungen anregen. Besonders deutlich ist dies im Werk von Monet und Van Gogh zu erkennen. Auch Monets Gartengestaltung zeigt japanische Einflüsse.

Diese Ausstellung stellt Werke der bedeutenden Künstler den japanischen Holzschnitten gegenüber, beleuchtet aber auch den aktuellen Einfluss japanischer Lebens- und Bildkultur auf die westliche Kultur. Anime, die japanischen Zeichentrickfilme (mit teilweise westlichen Themen wie Heidi oder Biene Maja) bis zu den Mangas beeinflussen nicht nur die Jugendkultur, sondern haben mit den Cosplays auch neue Spielarten hervorgebracht. Wer will, kann sich im Rahmen der Ausstellung auch aktiv in solche Bildcharaktere verwandeln.

bis 10.02.2019    

Gotthard Graubner.
Mit den Bildern atmen

Graubners Werk ist unverkennbar. Große kissenartige textile Rahmen (Farbraumkörper) tragen eine dominante Farbe, wenn auch mit Schattierungen oder unterschwelligen Farbmischungen. In jedem Fall strahlen sie eine meditative Wirkung aus – meist für sich allein, ab und an aber auch in Gemeinschaft.